GRADUIERTE

Das Projekt Neo.Fashion. gibt ab Januar 2021 und bis Mitte März über 70 jungen Designtalenten von 11 Hochschulen aus ganz Deutschland die Möglichkeit, ihre Graduate-Kollektionen im Rahmen der digitalen Neo.Fashion. 2021 einem breiten öffentlichen Publikum, Fachpublikum der Mode- und Bekleidungsindustrie sowie der einschlägigen Fach- und Publikumspresse zu präsentieren.

Hier finden Sie die Übersicht aller Teilnehmer*innen der Hochschulen:

AMD Akademie Mode & Design
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Lette Verein Berlin
Fachhochschule Bielefeld
Hochschule für Künste Bremen
Hinweis: Die Namen der Graduates sind alphabetisch nach Vor- und Nachnamen sortiert.

Alisia Wood - HTW Berlin

SUBCULTURAL EXCHANGE AND COLLECTIVE IDENTITY WITHIN URBAN SOCIETIES

THE BACHELOR GRADUATE COLLECTION OF ALISIA WOOD DEALS WITH SUBCULTURAL EXCHANGE AND COLLECTIVE IDENTITY WITHIN URBAN SOCIETIES. IT PLAYS WITH THE PARADOX OF STRIVING INDIVIDUALISM THROUGH COLLECTIVISM IN FORMS OF SELF-POSITIONING AND SCENEHOPPING.

THE ASPIRING FASHIONDESIGNER USES „STYLE AS BRICOLAGE“ AS A TOOL TO BRING THE YOUTH SUBCULTURES, SHE HAS EXPERIENCED IN HER LIFETIME OR WAS IN TOUCH WITH THROUGH FRIENDS, TOGETEHR. THEREFORE THE FINAL COLLECTION WILL BE A MELTED CREATURE OF ALL OF THEM. TRANSLATED AND VISUALIZED MOSTLY THROUGH UPCYCLING, DECONSTRUCTION AND DRAPING BASED ON HER VERY OWN GUT INSTINCT.

FABRIC MANIPULATION SUCH AS BURNING MARKS, HOLES, CUT AND TIE AS WELL AS FELTED REAL HUMAN HAIR DETAILS COMPLETE THE COLLECTION. ALISIA WOOD IS A, BERLIN BASED, STATE CERTIFIED CLOTHING TECHNICAL ASSISTANT AND FASHION DESIGN STUDENT IN THE THIRD YEAR AT HTW BERLIN - UNIVERSITY OF APPLIED SCIENCES.

AT THE MOMENT SHE IS WORKING ON HER GRADUATE COLLECTION ....

ABSCHLUSS: Seit April 2020 im Abschlusssemester

Assma Baghadadi - HTW Berlin

Async - wearable Art

Die Kollektion versucht die Besinnung das Unterbewusste zu Kontrollieren indem eine Dreidimensionale Struktur Erschaffen wird. Das Ziel dieser Arbeit ist es, eine nachhaltige 3D Kollektion zu gestalten, die Mittels Formsprache und Struktur verschiedenen Hirnwellenstadien wiedergibt.

Meine Kreationen werden als avantgardistisch, und experimentell eingestuft. Zwischen Tragbarer Kunst und Minimalismus verortet. Dabei kommen eher ungebräuchliche Materialien wie,Acryl und Fertigungsverfahren wie 3D Druck zur Anwendung.

Denis Rawe - HTW Berlin

Les Fleurs du Mal

In meiner Bachelorarbeit übersetze ich die verschiedenen Philosophien und Ästhetiken aus Charles Baudelaires Gedichtband "Les Fleurs du Mal (Die Blumen des Bösen)" in eine Kollektion.

ABSCHLUSS: März 2021

Duong Ly - HTW Berlin

Titel "+"

Wie wird Mode in einer zukünftigen, zu erreichenden Utopie aussehen? "+"ist eine Strickkollektion, die Menschen dabei helfen soll, ihre eigenen Körper in einer post-humanen Gesellschaft selbst zu definieren.

Das Augenmerk liegt dabei auf transgender Personen, die der derzeit bestehenden gesellschaftlichen Diskriminierung entkommen wollen, der sie durch ihr Brechen mit den traditionellen gender binary Rollen oft ausgesetzt sind.

"+" ist ein Amalgam aus organischen und maschinellen, aus humanen und animalischen, aus weiblichen und männlichen Anteilen, in dem sich die Grenzen der einzelnen Bestandteile miteinander vermischen und verschwinden.

Am Ende steht die Auflösung des physischen Körpers und somit verschwindet auch die greifbare Kollektion. Der Körper wird zum Avatar, ausgestattet mit digitaler Mode.

ABSCHLUSS: 2021

Esmeralda Araya - HTW Berlin

Post-Postmodernism

Die Bachelorarbeit heißt Post-Postmodernism and Contemporary Art. Die Tesis ist eine philosophische und kulturelle Analyse der späten Postmoderne.

Das Ziel meiner Tesis war es, die kulturellen Eigenheiten unserer Zeit zu identifizieren und sie als Inspiration für die Gestaltung der Kollektion zu nutzen.

Mein Name ist Esmeralda Araya und in 2020 absolvierte ich meine Bachelorarbeit an der HTW Berlin.

ABSCHLUSS: 2020

Jente Wester - HTW Berlin

MIND.UG, An upcycling and recycling fashion brand made in Uganda

MIND.UG is an Ugandan based upcyling and recycling fashion brand focussing on denim wear and accessories.

It was founded in 2018 by the Dutch artist Jente Wester, she translated her talent for collage art into textile design by combining Kitenge (African Fabric) off cuts into a colorful patchwork.

Composing every little piece of fabric, she creates unique designs on authentic denim pieces.

By sourcing its production in Uganda, MIND.UG translate the lively and exotic vibes of the Pearl of Africa into fashionable and funky styles reflecting its vibrant environment.

ABSCHLUSS: 2020/2021

Maria Lampe - HTW Berlin

A PLACE IN SPACE

Wer ist MARIA LAMPE?

MARIA LAMPE ist die neue Dimension im Kaleidoskop der Mode. A PLACE IN SPACE, als Debütkollektion, zeichnet eine Utopie des Morgen und weitet sich in seinen Fragestellungen in gesellschaftsphilosophische und politische Weiten aus, als Analyse des Raumes, den das Individuum innehat.

Was ist die modische Mission von MARIA LAMPE als Avantgarde Label?

Die Kollektion setzt erste Schritte in Richtung Revolution des Modebegriffs, dessen Relevanz sich maßgeblich durch die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung des kulturelleren Schatzes manifestiert. Massentaugliche Gestaltung wird durch ekstatisches Strahlen sinnlichen Designs ausgelöscht. Der SUPERCULTURAL FLARE.

Wovon lebt der Look von MARIA LAMPE?

Die Marke folgt dem Prinzip der Achtsamkeit gleichsam wie dem Genuss des Exzess, mit einer Lässigkeit die nichts beweisen muss. Idealistische Superhelden-Manier trifft auf die unbekümmerte Lebenslust eines Kindes. Exzentrisch stolziert MARIA LAMPE zwischen realen und erträumten Sphären.

Wie kann Mode zukunftsfähig bleiben?

Kultur und Mode als Teil unserer kulturellen Identität, macht uns menschlich und ist erforderlich für unser Wohlempfinden; da sich das Individuum nach einer Welt sehnt, die ihm die Vervielfältigung seines Menschsein durch das Mit- und Nacherleben andere Charaktere und Weltverhältnisse offenbart und auf das Maß des Menschen bezogen ist.

Innovation primär auf technischer Ebene zu vollziehen ist somit nicht an dieses Maß angepasst. Handwerk und Gefühl sind implizierte Produktqualitäten eines Schaffungsprozesses, den Maschinen nicht nachempfinden und ersetzten können. Nur durch die Neuheit und künstlerische Abgrenzung des Designs, einer sinnlichen Gestaltung und seiner interdisziplinären Relevanz, wird Mode sich in Zukunft noch einen Raum im kulturellen Universum der Kunst sichern.

Was macht die kulturelle Identität des Labels aus?

MARIA LAMPE bedient sich der bekleidenden Sprache diverser Kulturen. Durch die Globalisierung wechselt sich vermehrt soziale Egalisierung mit individueller Unterschiedlichkeit als Einheit innerhalb des Modebegriffs. Auf der einen Seite steht die Selbstaufgabe, die den ungeschriebenen ästhetischen Gesetzten der neuen Ikonen folgt, aus Sorge den Platz in der Gesellschaft zu verlieren.

Parallel existiert eine irrationale Angst vor dem Fremden, Kulturraub oder der Eroberung dessen was einen von diesem Fremden abgrenzt. Der SUPERCULTURAL FLARE zeigt sich in der Kollektion A PLACE IN SPACE als neuer interkultureller Look, ohne Grenzen, ohne Vorurteile und ohne Kompromisse. MARIA LAMPE ist Mode für Weltbürger.

Warum ist Mode systemrelevant?

Das Individuum ist eine Figur in einer Kunstlandschaft, die unter dem Deckmantel des Kostüms eine subjektive Karikatur des eigenen Selbst auf die Straße trägt und gleichsam die Distanz, die nicht mehr physisch gewahrt wird, auf neue Weise erhält.

Je mehr die Psyche in die eigenen vier Wände gedrängt wird, privatisiert wird, trotz der Zurschaustellung ohne direkten zwischenmenschlichen Kontakt, desto weniger wird sie stimuliert, und desto schwieriger ist es, zu fühlen oder Gefühle auszudrücken.

Das Individuum erkennt sich selbst durch das Eingebundensein in die Gemeinschaft, in die kulturelle Struktur des öffentlichen Raumes und seine Abhängigkeit von der Gesellschaft. Mode und Kunst oder zusammenfassend, Kultur ist zentrales Bindeglied der Menschen.

ABSCHLUSS: voraussichtlich September 2021

Melissa Kurt - HTW Berlin

SAYFO - von Genozid zu Diaspora: die Frage nach der aramäischen Identität

Das Konzept meiner Arbeit basiert auf der Auseinandersetzung mit meiner ethnischen Herkunft. Diese Vertiefung ist Ausgangspunkt der Kollektion, die die verschiedenen Prozesse der Identitätsbildung und -entwicklung in eine visuelle Sprache übersetzt.

Der Fokus liegt hierbei auf den Meta-Ebenen der jeweiligen Prozesse. Die Arbeit behandelt Themen wie die kollektive Identität eines Volkes am Beispiel der Aramäer sowie das Kollektive Trauma und das Kulturelle Gedächtnis.

Ziel ist es, mit der Kollektion eine Sichtbarkeit für ein Volk zu schaffen, das sich von der Mehrheitsgesellschaft unterscheidet und einen Raum zu kreieren, um die Geschichte des Volkes kreative zu erzählen.

Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt darin gesellschaftsrelevante und -kritische Themen in meinen Schaffensprozess einfließen zu lassen.

Ich möchte meine Stimme nutzen und aus post-migrantischer Sicht Mode kreieren welche den Betrachter*innen dazu anregt sich mit der Vielfalt, aber auch den Missständen unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen.

ABSCHLUSS: 2021

Michael Schneider - HTW Berlin

Muse On Demand

Materialität als Ausdruck eines nonverbalen Dialoges zwischen einem Kreativen und digitalen Profilen

Die Art und Weise wie Künstler arbeiten, folgt seit vielen Jahrhunderten dem gleichen Ablauf. Jedoch haben sich die Quellen der Inspiration, die aus den unterschiedlichsten Bereichen stammen können, immer wieder geändert und den, immer moderner werdenden, Lebensstil mit einbezogen.

Schon immer unterlagen die Orte an denen man Muße erfährt einem ständigen Wandel, welcher sich im Designprozess widerspiegelt. Damals, in der griechischen Mythologie, regte viele Künstler eine Muse zu kreativen Leistungen an. Doch an der Stelle wo vor vielen Jahren Göttinnen standen, befinden sich heute Sterbliche.

Jedoch stellt sich die Frage, ob es in dem heutigen Zeitalter der Digitalisierung, Zeit für eine weitere Entwicklung der Muse ist. Mit Plattformen wie Instagram werden die meisten unserer Interessen „On Demand“ abgedeckt.

Mit einem gut gesetzten Hashtag lassen sich unzählige Treffer zu einem gewünschten Thema finden und ohne weiteres als Inspirationsquelle nutzen um neue Dinge zu kreieren. Auch die verschiedenen verfolgten Profile können den Moment der Erkenntnis, der für die Eingebung der Künstlers von enormer Wichtigkeit ist, einleiten.

Das Ziel dieser Masterarbeit war es, herauszufinden ob es möglich ist, als Designer alleine durch das einbeziehen persönlicher sozialer Netzwerke und dem Algorithmus von Instagram Muße zu erfahren und diese in den Designprozess mit einzubinden.

ABSCHLUSS: 2021

Sia Analytis - HTW Berlin

Loud Clothes_Ästhetische Irritationen zwischen Mode und Musik

Ziemlich lebhaft – Sehr rhythmisch_ ziemlich harmonisch – sehr irritierend_ ziemlich grell – sehr matt. Durch malerische Farbstudien des Musikstücks „Assez vif - Très rythmé“ von Maurice Ravel wurden intuitive Farb- und Formwelten erschaffen.

Die gestalteten Drucke sind in einem synästhetischen Flow entstanden und wurden in Form, Farbigkeit und Rhythmik in der Kollektion „Loud Clothes“ neu zusammengesetzt. Einer Kollektion, die in ihrer Ausgestaltung zwischen dem Intuitiv-Expressiven und dem Strukturell-Harmonischen wechselt.

Über mich: Vermeintliche Widersprüchlichkeiten, sowie die Sammlung irritierender und ästhetischer Momente begründen dabei die Gestalt der Kollektion von Sia Analytis und spannt den Bogen zwischen Diversität und Detail.

ABSCHLUSS: 2020

Alicia Schikowski - Lette Verein Berlin

Involucrum

Das Gefühl von Geborgenheit, Wohlergehen und Bequemlichkeit ist die Grundidee von Alicias Kollektion. Umhüllt von opulentem Mega-Strick erfüllt sich diese Sehnsucht nach einem Schutz, einer Zuflucht vor der kalten, rauen Außenwelt.

Voluminöse Pullover, Capes und Accessoires wurden aus jeweils vier Kilo schweren Garnknäueln aus naturfarbener Merinowolle im wahrsten Sinne des Wortes per Hand gestrickt, denn das Garn hat einen Durchmesser von etwa 5 Zentimetern!

In Kombination mit großzügigen Palazzo-Hosen in verschiedenen Brauntönen richtet sich die Kollektion an diejenigen, die ihre gemütlichen Wintermomente nicht nur zu Hause erleben, sondern auch mit in den mobilen Alltag nehmen und dabei in einem einzigartigen Kleidungsstück auffallen möchten.

Über mich

Mein Name ist Alicia Schikowski und ich bin Absolventin des Abschlussjahrgangs 2021 in der Ausbildungsrichtung Modedesign am Lette Verein Berlin.

Seit meiner Praktikumszeit bei der Firma Frank Henke Moden (mit den Labels „Blacky Dress“ und „Jean Paul“) und im Rahmen meiner Ausbildung zur Modedesignerin faszinierte mich schon immer der gesamte kreative Prozess von der Ideensammlung über die Fertigung bis hin zum Endprodukt mit adäquatem Styling und entsprechender Inszenierung.

Mein Ziel ist es, als Modedesignerin diese Begeisterung auf andere übertragen zu können mit dem besonderen Fokus auf die Wertschätzung meiner qualitativ hochwertigen Produkte. Durch zeitlose Designs, die als Grundmotiv häufig von einer zurückhaltenden Natürlichkeit geprägt sind, strebe ich an, Designs mit Nachhaltigkeitswert zu schaffen.

Inspirationen für Formen und Farben schöpfe ich vorrangig aus der Natur, in der aufdringliche Grelltöne von zurückhaltenden Naturfarben dominiert werden, aber auch in der modernen Architektur mit ihren klar abgegrenzten, geometrischen Strukturen und ihrem raffinierten Zusammenspiel von Symmetrien und Asymmetrien.

ABSCHLUSSJAHRGANG: 2021

Alina Choukri - Lette Verein Berlin

Off your face!“

„Off your face!“ ist eine vom Surrealismus inspirierte Kollektion, die sich mit der selektiven Wahrnehmung und dem Unbewussten auseinandersetzt.

Das Konzept des Unbewussten, auf das sich der Surrealismus bezieht, hat seine Wurzeln in den Theorien Sigmund Freuds zur Psychoanalyse. Die Surrealisten, die die bürgerlich-traditionelle Lebenshaltung und Kunstauffassung des beginnenden 20. Jahrhunderts ablehnten, thematisierten diesen unbewussten Zustand des menschlichen Lebens und verliehen ihm einen wesentlichen Stellenwert in ihren provokativ wirkenden, verzerrten Traumwelten.

Surrealismus bedeutet wörtlich „über dem Realismus“ (stehend). Surreal bezeichnet demnach das Traumhafte, Unwirkliche.

„In your face!“ überhöht und transzendiert surreal die menschlichen Sinnesorgane der bewussten Wahrnehmung und Artikulation – Augen, Ohren, Mund - durch Vergrößerung, Vervielfältigung und Überhöhung hin zu einer traumhaft-psychedelischen Wirkung von Silhouetten und Dekor am Körper, die die konventionellen Vorstellungen von Bekleidung, Mode und auch deren herkömmliche erotische Signale in Frage stellt.

Der sogenannte „Augen-Mantel“ ist ein Paradoxon in sich: beim Tragen schränkt er die optische Wahrnehmung stark ein allein dadurch, dass er bis in die Kapuze hinein vollständig geschlossen werden kann. Beim Öffnen wiederum quillt eine organisch-kugelige Masse heraus als visualisierte Form des inneren Augapfels oder der Gehirnform.

Das „Mund-Outfit“ besteht aus einer Vielzahl von applizierten, comicartig wirkenden Mündern und der Andeutung eines nackten Frauenkörpers, der in seiner Blöße von den ihn umgebenden, hämisch grinsenden Mündern und verletzenden Worten verbal abgestraft wird.

Das dritte Outfit besteht aus einem weiten Mantel mit einem dunklen, aber farbenfrohen Innenleben. Auf der hellen Außenseite des „Ohren-Mantels“ wurden zwei Ohren verkehrt herum als Flügel abstrahiert.

Das Design des Mantels steht für die unbewusste Synästhesie, die Kopplung mindestens zweier oder auch mehrerer physisch getrennter Arten der Wahrnehmung: zum einen versinnbildlicht er das Hören von Farben – einem der bekanntesten Beispiele für Synästhesie – als auch das körperliche Empfinden von Musik, die einem zum Beispiel das Gefühl vermitteln kann, als könne man fliegen; der Mantel ist demnach die konkrete, surreal gestaltete Form für ein zumeist unbewusstes Erleben und Koppeln von Sinneseindrücken.

Über mich

Im Alter von drei Jahren malte ich das erste Mal mit meiner Mutter zusammen auf einem mit Seide bespannten Rahmen. Da meine Mutter sich auch auf Patchworkarbeiten spezialisiert hatte, lernte ich von ihr, mit der Nähmaschine umzugehen. Allein daran nähen konnte ich mit sechs Jahren. Zusätzlich lernte ich zu töpfern, den Umgang mit Holz, die Grundlagen des Buchbindens sowie das Kupfertreiben.

Gleichzeitig ging ich regelmäßig zu den „Schreibenden Schülern“, einem kreativen Schreibkurs für Kinder. Mit 12 Jahren schrieb ich meinen ersten Abenteuerroman. Natürlich beschäftigte ich mich weiterhin mit dem Nähen und bemerkte, dass sich diese beiden Leidenschaften gut ergänzten, wenn ich sie abwechselnd praktizierte. Mit 15 begann ich mir regelmäßig Kleider zu nähen und verfeinerte über die Jahre einen bestimmten Modellschnitt, der einer Galeriebesitzerin in Kreuzberg so gut gefiel, dass sie diese Kleidervarianten sogar ausstellen wollte.

2019 begann ich meine Modedesign-Ausbildung beim Lette Verein Berlin und schließe diese im Juni 2021 ab. Meine Inspirationen entdecke ich momentan insbesondere bei den Surrealisten und meine Motivation, Mode zu machen, basiert darauf, meine gestalterischen Ideen mit handwerklichen Techniken zu verbinden und adäquate Bekleidungsformen zu entwickeln, die dieser künstlerischen Inspiration entsprechen.

Nebenher arbeite ich mit an dem Berliner Start-Up „Peer“, einer Social-Media-Plattform mit eigener Kryptowährung. Nach der Ausbildung habe ich mehrere Optionen, die ich verfolgen möchte: entweder ein Praktikum in einem renommierten Modeunternehmen oder einen Bachelorabschluss in Modedesign am Griffith College/Dublin oder in International Business Management an der HWR Berlin.

ABSCHLUSSJAHRGANG: 2021

Eunike Rietz - Lette Verein Berlin

Viva la Bloss

Die Kollektion “Viva la Bloss” ist die Darstellung vom schönen Zerfall in der Natur. Mich hat die besondere Ästhetik von verwelkenden Blumen fasziniert: die Veränderungen, die entstehen, wenn Blumen langsam vergehen, das Kräuseln und Einrollen ihrer Blütenblätter, das Verblassen der Farben und das damit verbundene Hervortreten der Blattadern, die sich in einem zarten Gewirr durch das Gewebe des Blattes winden.

Die Besonderheit dieser Strukturen habe ich in skulpturalen Kleidern nachempfunden, die, in ausladenden blütenartigen Formen und mit feinem Draht verstärkt, selbst eine Versinnbildlichung der floralen Schönheit und des ewigen Kreislaufs von Entstehen und Vergehen darstellen.

Über mich

‚‚Stell dir vor, du betrachtest ein perfektes Gemälde, du bewunderst es ein paar Sekunden oder Minuten. Doch in dem Moment, wo du dich umdrehst, ist es wahrscheinlich weg aus deinem Kopf. Aber was ist, wenn du ein anderes Gemälde siehst, das dich jedoch irritiert, weil vielleicht ein Motiv, eine Farbe, ein Pinselstrich nicht „passt“ oder „falsch“ ist.

Es bringt dich dazu, dass du mehr und mehr über dieses Bild nachdenkst. Es bringt dich dazu, die Kunst in Dein Leben zu lassen, sie zu hinterfragen. Genauso kann Mode funktionieren, nämlich das Schöne im vermeintlich Unperfekten zu erkennen.“

ABSCHLUSSJAHRGANG: 2020

Isabella Caiati - Lette Verein Berlin

"60"

Wahre Mode erzählt für mich immer eine Geschichte. Eine, die unmittelbar mit Wertschätzung und Respekt einhergeht. Mir ist es wichtig, den Prozess zu verstehen und die Reise nachzuvollziehen, die einem Kleidungsstück inhärent ist. Ich möchte erkennen, wer dieses entworfen und gefertigt hat und muss immer wieder kritisch hinterfragen, was für eine Rolle wir Menschen, unser System und die Natur in diesem Geschehen spielen.

Diese Gedanken zur Thematik des nachhaltigen, fairen Designs spiegeln sich als Ausdruck in meinen Arbeiten des letzten Ausbildungsjahres wider. Deren Ziel ist es, zur Selbstreflexion aufzurufen und den Diskurs miteinander anzuregen.

Meine Abschlussarbeit mit dem Titel “60“ setzt sich aus insgesamt sechzig einzelnen, aufgrund von Mängeln aussortierten Kleidungsstücken zusammen, die mir von einem Ableger der Berliner Stadtmission, dem Textilhafen, zur Verfügung gestellt wurden.

Durch verschiedene Falt- und Rolltechniken ergibt sich ein dekonstruiertes Outfit, welches so üppig und überladen an Kleidung ist, dass es in den Träger*innen ein Gefühl von starker Unzufriedenheit und Sinnlosigkeit auslöst. Dies ist sinnbildlich zu sehen für das, was der unkontrollierte, von der Modeindustrie provozierte Konsum heutzutage anrichtet - er schränkt uns ein und wird zur Bürde.

ABSCHLUSSJAHRGANG: 2020

Johann Ehrhardt - Lette Verein Berlin

Phobia

Schon immer fand ich die Psychologie unterschiedlicher Phobien bei Menschen sehr spannend und habe in der Kollektion „Phobia“, hier konkret die Angst vor Insekten, in der Visualisierung der damit einhergehenden negativen Emotionen thematisiert.

Die Outfits stehen in einem Spannungsverhältnis unterschiedlicher Wahrnehmungen. Sie sollen, von weitem betrachtet, positiv wirken und beeindrucken. Schaut man jedoch genauer hin und nimmt das Material in die Hand, könnten die Oberflächen des gelblich transparenten, am Körper verlaufenden Latex im Mix mit gerissenem, groben Mullstoff durchaus Assoziationen von Spinnweben, Kokons oder Insektenflügeln und somit negative Reaktionen wie Angst, Abwehr oder sogar Ekel hervorrufen.

Über mich

Mode ist unglaublich vielseitig, sie kann modern sein und Zeitgeist widerspiegeln, eine politische Meinung transportieren, Sexualität ausdrücken, in Kostümen für Theater oder am Filmset Epochen, Stile und künstlerische Inhalte transportieren. Mode kommuniziert und sagt etwas über die eigene Persönlichkeit, Herkunft, Lieblingsmarke, das Alter und über Einkommensverhältnisse aus. Sie kann praktisch sein, schlicht wirken, billig oder altbacken aussehen, aber dadurch auch wieder zum Trend werden.

Vor sechs Jahren habe ich durch Zufall mit dem Nähen begonnen. Bis dahin hatte ich mich mit Mode nicht sonderlich auseinandergesetzt, aber durch mein zunehmendes Interesse an diesem kreativen Metier und durch meine Modedesign-Ausbildung am Lette Verein Berlin wurde mir umso klarer, welchen wichtigen Stellenwert Mode in den verschiedenen Gesellschaften und Kulturen hat und in welchen diversen Bereichen Mode wirken und beeinflussen kann.

Jetzt bin ich in meinem Abschlussjahr und habe schon während der Ausbildung als Atelierschneider bei Paula Kunkel gearbeitet, habe Kostüme für Kurzfilme und Werbung entwickelt und mich mit meinem eigenen Label KUNO selbstständig gemacht.

ABSCHLUSSJAHRGANG: 2021

Lino Pflug - Lette Verein Berlin

Charming Man / In Bloom

Die Verbindung von Mode und Natur, also das Verarbeiten natürlicher Textilien und organisch inspirierter Oberflächengestaltungen, hat sich im Verlauf meiner Modedesign-Ausbildung zum zentralen Aspekt meiner Arbeiten entwickelt.

Obwohl ich bereits mein gesamtes Leben in der Großstadt Berlin lebe, war es auch zu einem großen Teil von der Natur und dem Draußensein geprägt – im Waldorf-Kindergarten, in der Grundschule mit Waldanbindung, mit Verwandtschaft auf dem Land, dem Stadtwald vor der Tür und einem Gewässer um die Ecke.

Die Serie „Charming Man“/“In Bloom“ setzt sich aus den zwei Abschlusskollektionen meines letzten Ausbildungsjahres zusammen. Beide Arbeiten basieren auf meiner Verbundenheit zur Natur und hinterfragen dabei bewusst gängige, gender-typische Gestaltungs-konventionen. In ihren Grundfarben gegensätzlich ergänzen sich die Outfits zu einer ausgewogenen Kollektion.

ABSCHLUSSJAHRGANG: 2020

Vivien Lenhard - Lette Verein Berlin

Underestimation

Klein und schmächtig - Wörter, mit denen ich oft assoziiert werde und die dennoch gar nicht auf mich zutreffen. Unterschätzung und Fehleinschätzung begleiten mich schon immer. Und gerade weil ich gelernt habe, damit zu leben und zu akzeptieren, dass mich viele Menschen immer anders sehen werden, als ich wirklich bin, soll diese Kollektion auffallen, sichtbar und stark sein und nichts verstecken.

Inspiriert von funktionalen Trenchcoats sowie groben, derben und rauen Formen und Strukturen ist “Underestimation” eine Kollektion von Mänteln und Longwesten mit voluminöser Weite und Überlänge, mit überdimensionierten Taschen und Accessoires und funktionalen Koppelverschlüssen.

Der cleane, funktionale Charakter wird optisch aber bewusst gebrochen: großflächige, abstrakte “Bemalungen” der Modelle wurden in expressivem Duktus spontan und mit Zufallswirkung im unmittelbaren Kreativprozess integriert; der Mix aus Bauspachtelmasse und Acrylfarbe gibt dem Ganzen eine raue und aufregende Textur, die sich ständig verändert, indem sie bröckelt und bricht, um sich den Bewegungen anzupassen.

Über mich

Schon als Kind war ich der festen Überzeugung, dass ich irgendwann einmal Modedesign lernen und zu meinem Beruf machen würde.

Viele Jahre, Praktika und eigene Projekte später und durch die tatkräftige Unterstützung von Freunden und Familie hat es mich schlussendlich zum Lette Verein Berlin geführt.

Durch die Ausbildung habe ich erfahren, was Mode bewirken und wie ich mich durch Mode mitteilen kann, wobei mich der gesamte Prozess vom Entwurf hin zum fertigen Kleidungsstück besonders interessiert, inspiriert und mir Freude bereitet.

Mode ist für mich eine Möglichkeit zu zeigen, was ich kann, und meine Persönlichkeit - auch mit meinen Stärken und Schwächen - auszudrücken, die ansonsten nicht viele kennen.

ABSCHLUSSJAHRGANG: 2021

Aylin Tomta - FHS Bielefeld

Hylemorph

„Ich bin das, was ich scheine, und scheine das nicht, was ich bin, mir selbst ein unerklärlich Rätsel, bin ich entzweit mit meinem Ich!“ - E.T.A. Hoffmann Identitäten sind fluide Momente. Wir nehmen sie an, füllen und fühlen sie. Unser Selbstkonzept beruht nicht auf festen Ankerpunkten.

Wir müssen unser eigenes ich stets hinterfragen und neu verorten. Obgleich die kulturellen Überformungen und sozialen Konstrukte unserer Gesellschaft etwas anderes behaupten, lassen sich Identitäten nicht zwangsläufig an gängigen binären Schemata ausrichten.

In diesem Verständnis gestaltet die Masterarbeit „Hylemorph“ fluide Momente und macht diese sichtbar.

Fotografie: Patrick Pollmeier
Model: Moh Kanim

Greta Berghoff - FHS Bielefeld

LIKE A WELL-CENSORED DREAM

Erinnerung und Nostalgie sind Begriffe, die meist eher der Vergangenheit zugeordnet werden. Was geschieht bei dem Versuch, sie in die Gegenwart zu transportieren?

Die Kollektion „LIKE A WELL-CENSORED DREAM“ entspringt der Faszination für die Konstrukte, die Erinnerungsprozessen entwachsen.

Phänomene autobiografischen Erinnerns wurden durchleuchtet und eine gestalterische Übersetzung dafür gefunden, wie unser Blick auf die Vergangenheit der Gegenwart unterworfen ist.

Bilder aus dem Familienalbum wurden collagiert – und erhielten in ungewohnten Kontexten ganz neue Bedeutungen.

Archetypischen Kleidungsstücken aus den unterschiedlichen Dekaden der Familienbilder verschmelzen zu neuen, unerwarteten modischen Kombinationen: der taillierte 70er-Jahre-Blazer mit dem 80er–Jahre-Sakko, am Saum des 90er-Jahre Rave-Oberteiles beginnt ein Blouson aus einer anderen Dekade, Reverskrägen verbergen Schichten an unterschiedlichen vestimentären Erinnerungen.

Fotografie: Raphael Schmitt
Model: Ida Mae Beckers, Sebastian Spädt

Isabelle Bosien - FHS Bielefeld

violent delights have violent ends

In meiner MA-Kollektion violent delights have violent ends mache ich, inspiriert von der Epoche der Romantik und der zu dieser Zeit aufkommenden Idee einer einer Liebesehe, die Ambivalenzen einer romantischen-leidenschaftlichen Beziehung zum Thema. Für mich besonders interessant sind die oft extremen und gegensätzlichen Emotionen, die durch eine solche Beziehung hervor gerufen werden und diese prägen können -und die wohl unzählige Künstler*innen zu ihren Werken inspiriert haben; für diese ambivalenten Emotionen suche ich in meiner Arbeit eine gestalterische Übersetzung und visuellen Ausdruck.

Dabei nähere ich mich dem Thema über die Auseinandersetzung mit verschiedenen Surrealist*innen, wie Hans Bellmer und Unica Zürn und Louise Bourgeois.

Fotografie: Jana Stein
Model: Jessica Kunkel

Marie Prochatzki - FHS Bielefeld

W.R.V. tincto

“We do not inherit the earth from our ancestors, we borrow it from our children.”

Wie möchten wir unsere Gegenwart gestalten – wie unsere Zukunft?

Im Angesicht des Klimawandels, der Zerstörung von Lebensräumen und der Ausbeutung der Ressourcen auf der Erde protestieren Indigene mit Spiritualität und Liebe zum Schutz unser aller Leben und für Veränderung.

Mit der Globalisierung und der fortschreitenden Technologisierung aller Lebensaspekte erweitert sich unsere Verantwortung. Unser Handeln hat nun auch Auswirkungen, die zunächst erstmal nicht unmittelbar auf uns wirken.

Wir müssen Verantwortung für die Gegenwart und die Zukunft übernehmen.

Meine Verantwortung liegt in der Nachhaltigkeit – der Anwendung des „Prinzip[s] der Aufrechterhaltbarkeit ökologisch vertretbarer Prozesse“ auf die Mode durch textiles Färben mit Pflanzen, Verwendung von ökologischen, recycelten und dead stock Materialien und Vermeidung von Klebstoffen auf Kunststoffbasis, sondern der Entwicklung einer biobasierten Versiegelung.

Miriam Winkelmann - FHS Bielefeld

poems of dimension - a point becomes a line becomes solid

Die Kollektion erforscht das Zusammenspiel von unterschiedlichen Formdimensionen innerhalb eines Kleidungsstücks.

Als Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit diesem Thema dienen Pop-up Elemente, die sich vollständig zu einer flachen Form zusammenfalten lassen und nach dem Öffnen zu einem dreidimensionalen Objekt werden.

Diese Technik wird in den Kleidungsstücken der Kollektion nachempfunden und genutzt; mit Hilfe von Einschnitten in den Stoff und der Faltung der Fläche werden Details der Kleidungsstücke nachgeformt.

Die Details lassen sich zum Teil aufklappen, wodurch aus der zunächst zweidimensionalen eine neue dreidimensionale Form entsteht.

Sarah Swoboda - FHS Bielefeld

Re- re mind re focus re value

re mind - re focus - re value

Meine Arbeit beschäftigt sich mit der Flüchtigkeit der Dinge, und dem Versuch, diese dennoch auf eine Weise halten oder bewahren zu können, durch die Art, wie wir auf die Dinge blicken, die uns umgeben.

Im Prozess findet dieser Gedanke seinen Ausdruck, im Erinnern an fast Vergessenes, im Wertschätzen von Geringgeschätztem, und das in den Blick nehmen von oft als überflüssig Erachtetem.

Es wird zum Bestandteil von etwas Neugestaltetem, das wir dadurch wieder neu schätzen und zu schützen lernen.

Jana Hofmann - HfK Bremen

ESCAPE

Flucht und Ausbruch aus omnipräsenten Systemen durch die Mode, die wir alltäglich tragen - wie kann das gelingen, kann es überhaupt gelingen?

Titel und Leitfragen zugleich. So sinnvoll zu stellen, so schwierig in den Zielzustand zu überführen...

Die Masterkollektion ‘ESCAPE’ folgt dem Versuch, mit ihrer Hilfe “dem System” mal einen Wimpernschlag entfliehen zu können.

Ein Bedürfnis, das sich nach einem ersten Eintauchen in die berufliche Praxis entwickelte und, angetrieben durch Inspirationen aus der Welt der Philosophie, im Sommer 2020 ihren Abschluss fand.

War ich zuvor eine ganze Weile auf die Funktion in der Sportsfashion fokussiert und von praxisrelevanter Skillverbesserung (3D/ Adobe/ Assyst) angetrieben, folgte für meinen Abschluss das Bemühen, diesem für einen Moment zu entfliehen. Die Collab mit dem freien Künstler Wolfgang Günther inspirierte mich zu dem Versuch, die Dialektik von Kommerz und Kreativität symbiotisch zu überwinden.

Ein ambitionierter Versuch - ein Anfang...

Medita Becker - HfK Bremen

Bed Perspectives

Ziel meiner Bachelorarbeit „Bed Perspectives“ war es, zu sehen, wie Menschen aus meinem Umfeld sich betten, was sie im Bett tun, welche Objekte sie mit ins Bett nehmen und wie es aussehen kann, wenn ich sie in ihrem Lebensraum „Bett“ beobachte und fotografiere.

Zudem interessieren mich die textilen Formen, die durch die Verbindung aus Subjekt und Objekt im Bett entstehen. Das Zusammenspiel von Körper und Gegenstand und der Raum, der sie umgibt.

Beim Fotografieren habe ich verschiedene Perspektiven eingenommen wobei räumliche Nähe immer wichtiger wurde. Um diese zu ermöglichen, habe ich ausschließlich analog und mit meinem Handy fotografiert.

Diesem Projekt zu Grunde liegen das Bedürfnis nach Verbindung zu anderen Individuen und das Wiedererkennen eigener Verhaltensweisen und Gewohnheiten, Gedanken und Gefühlen in selbigen.

Über mich

Ich habe 2020 meinen Bachelor an der Hochschule für Künste in Bremen erworben und gehöre seitdem dem Master-Studio Mode, Mensch und Gesellschaft an.

Meine Projekte beziehen sich auf meine persönlichen Erfahrungen, Gedanken und Gefühle.Ich nutze mich und meinen eigenen Körper als Inspiration und Werkzeug um zu transportieren, was ich sagen möchte.

Ich beteilige mich viel an Gruppenprojekten und bin dabei in den Bereichen Foto und Styling tätig. Mein Arbeiten im Master bleibt interdisziplinär und hat den Anspruch Normen in der Mode- und Gestaltungsbranche zu hinterfragen und gegebenenfalls zu brechen.

Maikel Luka - HfK Bremen

Safe With Me

Eine multimediale Auseinanderstetzung zu Formen von Stigmatisierung HIV-positiver Personen. Basierend auf eingener Erfahrung.

Als ich vor zwei Jahren mit dem Gedanken spielte, über meine persönlichen Erfahrungen im Umgang mit HIV zu sprechen, hätte ich nicht für möglich gehalten wie viele Türen sich in mir öffnen würden. Was als Recherche zu Stigmatisierung HIV-positiver Personen begann, endete mit einer Selbstreflektion in Form einer Retrospektive als Bachelorarbeit.

HIV ist vom heutigen medizinischen Stand nicht mehr als eine chronische Krankheit. Auch wenn alte Schreckensbilder von AIDS in den Köpfen der Menschen verankert sind, ist dies längst nicht mehr die Realität von HIV im 21. Jahrhundert. Was bleibt ist psychischer Schaden, welchen Positiven durch Ablehnung und Stigmata auferlegt wird. Hinzu kommen Konflikte aufgrund internalisierter Werte auf das Selbstbild positiver Menschen in einer Gesellschaft.

Wenn ich über meine Infektion spreche, ist es viel weniger aus Angst vor einer möglichen Ansteckung als ein Offenlegen entstandener Traumata. Die Erinnerungen reichen bis in die Kindheit. Erfahrungen die meinen individuellen Umgang mit der Infektion beeinflussen und sie viel mehr als ein Symptom dieser erscheinen lassen.

Verstecken, leugnen, vergessen. Sich erinnern. Annähern. Aufarbeiten.

Über mich

Neben autobiografischen Themen liegt das (Er-)forschen von Identitäten im Fokus meiner Arbeit.

Ich bewege mich zwischen den Bereichen Mode und Fotografie, auf der Suche nach einer emotionalen Schnittstelle, welche sich im Umgang und der Inszenierung von Kleidung und Körper ergibt. Dabei berufe ich mich auf ein Archiv von Second-Hand-Kleidung, welches mir ermöglicht intuitiv Charaktere zu bilden und im wechselnden Austausch neu zu denken.

Das Studium an der HfK Bremen und insbesondere das Studio Klasse Mode, Mensch und Gesellschaft hat mir durch ihre interdisziplinäre Arbeitsweise geholfen, stilistische Grenzen zu überschreiten und meine eigene Position zu finden. Eine Position zu vertreten.

Marie Siekmann - HfK Bremen

Mother

In ihrer Masterkollektion Mother beschäftigt sich Marie Siekmann mit dem Thema Aneignung.

Schnitte von gefundener, bereits getragener Kleidung werden rekonstruiert, mithilfe von einem selbstdefinierten System mit intuitivem Spielraum, basierend auf Tarot verändert und in rekontextualisierten Materialien umgesetzt.

Stilistisch orientiert sich die Kollektion an dem subjektiven Hintergrund der Designerin. Aufgewachsen in kleinbürgerlichem Umfeld an der Peripherie des Ruhrgebiets der 2000er, umgeben von Handwerksindustrie, Bürokleidung und Popkultur.

Über mich

Marie Siekmann ist Mode- und Kostümdesignerin. Sie konstruiert abstrakte Gestaltungssysteme um daraus ihre Kollektionen zu entwickeln.

Die Suche von ausgedienten Materialien, die in ihrem ursprünglichen Zweck keine Verwendung mehr haben, und die prozessorientierte Auseinandersetzung mit diesen sind ebenso zentral. Sie ist Mitgründerin des Secondhand-Labels SOSH, das sich in einem schnelleren, effektiveren, naiveren Umgang mit Aneignung auseinandersetzt.

Als Kostümbildnerin hat sie 2019 das Tanz-Stück ATARA am Kampnagel in Hamburg und 2020 das Stück Ist Das Ein Mensch am Ringlokschuppen in Mülheim an der Ruhr begleitet.

Minseon Jeon - HfK Bremen

Out-of-body-experience

Meine Masterarbeit handelt von einem Zustand während dessen die Seele von Körper getrennt ist und nicht in seinen eigenen Körper zurückkehren kann.

In der Kollektion nehme ich Silhouetten der Kleidungselemente aus dem 17. Jahrhundert auf und setze mich mit dem Thema des Unterbewusstseins der Seele auseinander.

Über mich

Mein Name ist Minseon Jeon und ich komme aus Südkorea.

Ich habe mein Masterstudium im Masterstudio 'Mode, Mensch und Gesellschaft' an der Hochschule für Künste Bremen absolviert. Meinen Bachelorabschluss in Produkt-Design habe ich an der Bauhaus Universität in Weimar erworben.

Nach meinem Universitätswechsel habe ich mich viel mit mir selbst und meiner Kultur auseinander gesetzt. Das Studium an der HfK hat meine Leidenschaft für die Mode weiter verstärkt und bringt mir viel Energie und Motivation für meine Zukunft.

Ich möchte eine Expertin in der Modewelt werden.

Ich habe mich intensiv auf eine Laufbahn in der Mode vorbereitet – auch indem ich Design, Styling, Shooting und insbesondere Modenschauen geplant und verantwortlich durchgeführt habe, die aus einem Teamwork mit vielen anderen Menschen bestehen.

Sarah Frede - HfK Bremen

GHOST STORIES

Sarah Fredes Masterkollektion GHOST STORIES ist eine Frage nach der Dekonstruktion von linearer Zeitlichkeit, den Grenzen von realer und digitaler Erfahrung. In einer Welt, in der Tele-Technologien Raum und Zeit kollabieren lassen, erfahren wir keine lineare Realität mehr.

In einem Zustand ständiger Erschöpfung bei gleichzeitiger Reizüberflutung erleben wir permanenten Aufmerksamkeitsstress. Alles scheint unmittelbar verfügbar, nicht zuletzt geht unter den Bedingungen digitaler Erinnerung der Verlust selbst verloren. Dabei markiert das Gespenst wie das Wirken des Virtuellen ein ‚Dazwischen‘, eine Kraft ohne physische, körperliche Existenz. Um diesen Prinzip nachzugehen, mischt Sarah Frede Fragmente von gescannter Kleidung und formt ein Narrativ aus ungewöhnlichen Textilien, organischen Formen und Prints.

Die Kollektion löst damit Geistergeschichten aus ihrem viktorianischen Umfeld heraus und verlagert sie auf heutige Schauplätze. Wie navigiert eine Generation in einer Epoche, in der die Zukunft verloren scheint, und die Vergangenheit uns wie Geister heimsucht?

Über mich

Ich absolvierte den Masterstudiengang‚ Integriertes Design‘ an der Hochschule für Künste Bremen im Masterstudio‚ Mode, Mensch und Gesellschaft‘.

Dort arbeite und recherchiere ich an den Schnittstellen von Natur und Technologie.

In meiner interdisziplinären Arbeitsweise gehe ich gerne Kooperationen mit Kreativen aus anderen Disziplinen ein. Ich teste dabei die Möglichkeiten von neuen Technologien für zeitgenössisches Modedesign.

Dafür benutze ich neue Tools wie 3D-Scanner in einer spielerischen und intuitiven Art und Weise, die mir erlauben, Inspiration an den Rändern von Realität und Virtualität zu finden.

Ein starker Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von neuen Oberflächen und der Manipulation von Materialien.

Wei-Hsuan Cheng - HfK Bremen

Sorry mom. No more rules.

Meine Kollektionen an der HfK Bremen beschäftigten sich mit dem Erwachsenwerden und der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit: Mein Thema ist die Schuluniform. Uniformen gehören zur Alltagskultur in Asien besonders in den Schulen. Niemand darf ohne sie in die Schule gehen.

Auf der einen Seite helfen Uniformen den Abstand zwischen Arm und Reich abzubauen, auf der anderen Seite stehen sie für Disziplin und Restriktion. In meiner ersten Kollektion arbeitete ich Uniformelemente, Schulregeln und die Schulzeit insgesamt spielerisch ab.

Darauf basierte meine Kollektion Obedient Rebellion. Sie steht für die Pubertät, einer sehr schwierigen Übergansphase, in der man gerne gesehen werden möchte und in der man sich gleichzeitig selbst finden muß. Die Herausforderung dabei ist, dass man sich nicht durchschauen lassen möchte.

Das Ich fühlt eine ständige Befangenheit. Es möchte sich unterscheiden und seine Individualität zeigen. Gleichzeitig ist es ausnahmslos kulturellen Einschränkungen und Restriktionen ausgesetzt und muss diesen permanent folgen.

Aus dieser Unterdrückung entsteht die Rebellion, eine noch unsichere und scheue Rebellion.

Die Entwicklung meiner Masterarbeit Sorry mom. No more rules. ist die Arbeit an der Weiterentwicklung und der Integration meiner Selbstidentifikation – ich wollte damit einfach meinem „Ich“ als Gestalterin ähnlicher werden. Obwohl mein Umfeld einige Erwartungen an mich hat, möchte ich immer noch mit meiner eigenen Geschwindigkeit in mir selbst wachsen.

Es ist ein kreativer Prozess, der mich mit meiner Vergangenheit und meinem Selbst versöhnt. Nach all den Geboten und Verboten des Heranwachsens haben wir alle einen eigenständigen Charakter entwickelt und folgen nicht mehr den gleichen Regeln. Sorry mom. No more rules.

Arabella Romen - Akademie Mode & Design

The Drama Of The Venus Bride

The Bachelor graduate Collection of Arabella Romen „The Drama Of The Venus Bride“ symbolizes the process of inner conflicts while seeking liberation from social stigmas. Even before mankind was hit by the COVID-19 pandemic, a trend could be observed in which people increasingly escaped into virtual worlds and alienated themselves from reality. The collection will address this silent oppression and the resulting new social movements.

To demonstrate the fusion of a fictional reality with the real world, 3D objects were developed and designed to be incorporated into a fabric/textile print. In this way, 2D and 3D images are merged into one design. By the help of an app that was developed for this purpose, it‘s not just the garment as such that is visible on the screen, but it also changes its shape in the scanning process. The idea behind is to make the fusion of reality and fake reality visible and at the same time to show a new way to create sustainable couture in the near future.

The app makes it possible to transform a ready-to-wear collection into a digital couture collection in the virtual world. The artwork of the print was intentionally filled with sensual elements, to reinterpret the current situation of the pandemic, the design focus was to make outwear more sensual. An atmosphere of wetness and moisture was to be created, which almost seems to resemble a birth.

Also in this artwork, symbols such as the corsage, which in past centuries was considered a sign of selfcastration, are deliberately placed on the shoulders in order to create a new symbolism. Elements such as dildos and steel chains with sexualized flowers should additionally emphasize the independence that is to be communicated to the buyer of the collection. The intention is to break free from social stigmas beyond the collection.

The installation at the end tells in the spirit the story of one‘s own conflict, up to the liberation which is represented in the form of a sensitive video game. The goal of this game is to reach Venus which stands for the detachment of conventional rules.

Contact: arabella.romen@romen-net.de

Begül Rüzgar-Simsek - Akademie Mode & Design

Equality „Say NO to Racism“

Hi, ich heiße Begül Rüzgar-Simsek (geb. 1993) und lebe in Hamburg. Mein Mode & Design Studium habe ich an der AMD Hamburg erfolgreich absolviert. In meinem Leben bin ich sehr viel verreist und konnte mich durch vieles inspirieren lassen und dadurch entstand mein Interesse zur Mode & Design. Während meines Studiums absolvierte ich ein Praktikum bei VETEMENTS (Fashionweek) in Paris und unter anderem auch ein Praktikum in New York, somit konnte ich die Modewelt noch näher kennenlernen.

Die von mir kreierte Kollektion lautet EQUALITY – „Say NO to Racism“. Dementsprechend ist es auch mir als Deutsche mit Migrationshintergrund ein wichtiges Anliegen.

Ich habe mich vom Streetwear und den Nachrichten (über Rassismus) der letzten Monate inspirieren lassen. Die von mir erstellte Kollektion beruht nicht nur auf dem trendigen Streetwear Konzept, sondern vermittelt durch Statements, die auf den Outfits zu sehen sind auch eine Botschaft an die Gesellschaft, welche eine Anregung bzw. ein Nachdenken für unsere Zukunft gewährleisten soll. Die Kollektion vermittelt auch das Kreieren „nachhaltiger“ Kleidung durch Redesign und Upcycling.

Hierbei werden Stoffe und Kleidungsstücke verwendet, welche aus Second-Hand-Stores erworben wurden sind und dementsprechend eine Wiederverwendung ermöglichen. Mein bestreben liegt darin, eine nachhaltige und rassistisch kritische Botschaft anhand der Kollektion zu vermitteln und zu repräsentieren. Die Kollektion wurde mit schwarz/weißer Kleidung angefertigt.

Sie deutet darauf hin, dass man unterschiedliche Aussehensweisen aufgrund der ethnischen Herkunft mitbringt, unterschiedliche Religionszugehörigkeiten haben kann oder sich aber auch durch charakterliche Eigenschaften unterscheiden kann. Daher drückt meine Kollektion aus, dass Menschen eben nicht identisch aussehen, identische Vorstellungen oder Zugehörigkeiten haben. Die Vielfalt und das multikulturelle Dasein sollte als Wertzuwachs angesehen werden. Dies stellt wiederum keinen Grund für eine Ablehnung bzw. Differenzierung von Menschen.

Ob weiß oder schwarz, dies ist irrelevant. Menschen sind gleichwert (Equality) und sollen wegen ihres Aussehens oder ihrer Herkunft nicht diskriminiert werden: SAY NO TO RACISM! Abschluss 2021

Contact: beguelruezgar@gmail.com

Céline Witzke - Akademie Mode & Design

GIRLS IN BOYS

’GIRLS IN BOYS‘ is a womenswear collection finding simplicity in men’s clothing, capturing the state of mind and power of the modern woman. Dressing like a man does not hide a woman‘s femininity, but rather enhances it. Inspired by the classic elements and cuts of the men‘s wardrobe, the female character and the feminine strength are to be emphasized and highlighted.

It is precisely this strength, which was felt by women at the beginning of the 20th century, that this collection seeks to reflect. The classic masculine clothing elements are the focus of my designs. The men‘s jacket as a triangular shape provides a straight-line silhouette. Thus, trousers have given women not only legroom but also power and strength.

The classic men's briefcase has been reinterpreted and handmade of clay. In this collection, I worked exclusively with men‘s cuts and shapes to keep the masculine size and timelessness. The 3D-printed steel jewelry pieces underline these straight lines and minimal shapes.

Good workmanship, materials of the highest quality and timeless designs, as well as the view and reinterpretation of the modern woman are key factors for my collection. It’s the details and the workmanship on what I set a very high value on. In my eyes well-made clothes deserve more than just a one-night-stand, I want to make a wardrobe that lasts forever.

Contact: celinewitzke@hotmail.com

Dina Margherita Loy - Akademie Mode & Design

The World Is Yours

The World Is Yours is a collection which illustrates the synergy of our craving for admiration and our desire for self-realization.

The initial inspiration was the movie Scarface which portrays the life of Tony Montana, a Cuban refugee who comes to Miami in the 1980s and becomes one of the most powerful and wealthy druglords of the United States. He‘s driven, persuasive and charismatic. He seems to be living the American Dream and is considered the epitome of ambition and confidence.

Despite this portrayal of his character its‘s clear to see that all of his actions arised from a deep wish for acceptance and appreciation, which eventually leads him to feeling lonely and frustrated. He pushes everyone he once so desperately tried to impress away and feels like he cannot trust anyone in this world.

The collection portrays the development of a character who used to care so much about what others thought that he almost lost himself along the way. Eventually he escapes this toxic way of thinking and develops a sense of self-reflection which comes from within and frees him of the desire to alter other people´s perception of him.

The silhouettes of this collection were inspired by the atmosphere and aesthetics of the movie. A hedonistic way of life in Miami during the 1980s. The collection involves layering, leather, cut-outs, ruffles and prints. The use of leather and layering symbolises the outer shell, the character‘s protection. Cut-outs portray the outbreak from this shell and reveal the delicate fabrics and prints which were hidden underneath and depict the more fragile and sensitive side of the character. Each piece has a specific meaning and as a whole the collection visualises a process of self-realization.

About me

I’ve always felt drawn to the arts, which is why after graduating from the European School Of Luxembourg I moved to Berlin to study Fashion Design. Throughout my studies I’ve realised that what intrigues me the most, is the synergy of design and business. I was fortunate to learn how to express my thoughts and emotions creatively, as well as how to turn this creativity into a strategic business asset. During my PR-internship at KCD London I discovered ways of developing compelling brand stories and methods of showcasing a brand’s individuality. My next goal is to either work in an international environment or to enhance my economical knowledge by pursuing a Master’s Degree in Marketing or Brand Management.

Contact: Dina.m.loy@live.de

Helena El Malek - Akademie Mode & Design

Theorie vom Gedächtnis des Wassers

Die Idee zu dieser Kollektion hatte ich, als ich die faszinierend schönen Bilder von Eiskristallen von Masuru Emoto entdeckt habe, der sich mit der Theorie vom Gedächtnis des Wassers befasst hat. In meiner Bachelorarbeit habe ich die allgemeinen Grundlagen des Wassers dargestellt und über verschiedene Forscher und ihre Theorien zum Gedächtnis des Wassers referiert.

Bei der Umsetzung in die Kollektion wird das Thema „Gedächtnis des Wassers“ sowohl auf der Ebene „Zustand des Wassers“ als auch auf der Ebene „der Wissenschaftler, der sich mit Wasser befasst“ verarbeitet. Das Wasser in seinen Aggregatszuständen wird durch die unterschiedliche Farbigkeit und Stofflichkeit der verwendeten Materialien dargestellt. Das flüssige Wasser wird durch fließende Stoffe verkörpert. Der gasförmige Wasserdampf findet seinen Ausdruck in der Transparenz und Leichtigkeit der Stoffe.

Das festere Leder symbolisiert das Wasser in seiner festen Form als Eis. Enge Krägen und Korsagen stehen für die strengen Bedingungen und festen Regeln unter denen ein Wissenschaftler arbeitet, der kaltgraue Farbton repräsentiert die Zone, in der sich die Forscher befinden, die sich mit dem Thema Wassergedächtnis beschäftigen. Die unterschiedlichen Forschungsmethoden werden durch die verschiedenartigen Oberflächenbearbeitungen repräsentiert.

Die traditionelle Handarbeit in Form von Häkelsternen symbolisiert die traditionellen Forschungsmethoden, während die hochmoderne Laserschnitttechnik die innovative Herangehensweise darstellen soll. Bei der Herstellung der Schnitte wurde sowohl mit genau konstruierten Schnitten als auch mit freien Drapagen gearbeitet. Damit soll auf die beiden Welten des Wassers hingewiesen werden: die Welt des Wassers, wie sie im täglichen Leben und mit bloßem Auge zu sehen ist und die geordnete Welt des Wassers, wie sie unter dem Mikroskop zu erkennen ist.

Contact: helenamalek@hotmail.com
Instagram Account: helena_el_malek.

Franziska Reiter - Akademie Mode & Design

Obsecro, amare mihi. – Please, love me.

In „Obsecro, amare mihi. – Please, love me.“ trifft Fiktion und Traumdenken auf Realität.

Liebe wird in den Medien stets als etwas Wunderbares dargestellt, dass wahres Glück und Freude nur mithilfe von einer romantischen Beziehung erzielt werden kann. Der Protagonist findet immer zu seinem Gegenstück, egal wie absurd die Situation auch sein mag -selbst wenn die Gefühle anfangs gar nicht erwidert werden- und so werden auch unsere eigenen Erwartungen beeinflusst. Wir warten ewig auf ein solches Wunder, jedoch gibt es in der Realität in den seltensten Fällen ein Happy End.

Einseitige Liebe ist ein endloser Kreislauf geprägt von Blindheit, Hoffnung und Schmerz. Das toxische „Was wäre, wenn“ in unseren Köpfen hält die unglücklich Verliebten in Ketten und spielt ihnen Szenarien vor, die niemals passieren werden.

Meine Kollektion erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die ebenfalls unter diesen Gefühlen leidet. Das Internetphänomen der „Hanahaki Krankheit“, eine fiktive Krankheit durch welche die Opfer einseitiger Liebe Blumen in ihren Lungen gepflanzt bekommen, dient hierbei als erzählerisches und illustratives Mittel um die besagte Story bildlich in Form eines Comics wiederzugeben. Jedes Outfit repräsentiert eine Blume und deren Bedeutung, welche wiederum einen Zustand oder eine Emotion des Werdegangs von Herzschmerz widerspiegelt.

Trotz des grimmigen und düsteren Themas, besitzt die Kollektion ein weitgehend positives Gemüt wie eine bunte verspielte Farbpalette. Meine Sichtweise soll aufzeigen, dass selbst in den dunkelsten Ecken der Liebe eine bizarre doch auch liebliche Schönheit zu finden ist.

Über Mich - Howdy!

Mein Name ist Franziska Reiter, ich wohne derzeit in Berlin und bin begeisterte Illustratorin, deren Traum es ist ihr Hobby zum Beruf zu machen! Seitdem ich denken kann ist es mein Wunsch in der Kreativbranche zu arbeiten, daher auch meine Wahl des Studiums.

Während meiner letzten zwei Semester ist mir nochmals deutlich bewusst geworden, wie viel Spaß mir das Kreieren visueller Werke macht. Neben Mode habe ich ein großes Interesse an Videospielen, Cartoon und Animes, wovon ich im Unterbewusstsein stets beeinflusst werde, was man meinen Arbeiten auch deutlich entnehmen kann. Fiktion und Fantasy spielen immer eine große Rolle und Inspiration in meinen Arbeiten und auch meine Bachelorkollektion war dabei keine Ausnahme. Da ich besonders meine Stärken in meinem finalen Projekt präsentieren wollte, habe ich neben diversen Skizzen eine illustrierte Kurzgeschichte verfasst, die gleichzeitig die Outfits aus der Kollektion beinhaltet.

Als nächsten Schritt möchte ich mich vollständig auf meine Karriere als Illustratorin konzentrieren. Mein größter Traum ist es einen eigenen Cartoon zu erschaffen. Dieses Ziel ist zwar noch weit entfernt, jedoch bleibe ich weiterhin am Ball und arbeite darauf hin.

Contact: franziska.reiter@hotmail.com

Jana Sander - Akademie Mode & Design

World of Flowers and Willows (Karyukai)

At the age of 16 I attended fashion school “Hetzendorf” and there I was also taught how to actually create and make fashion. During my studies I was able to build on and deepen my already existing knowledge and master the art of fashion design.

As of now, I recently graduated from the university AMD-Berlin with a Bachelor of Arts in fashion design and remain open to future plans. I have always considered fashion as a way to express myself. It allows me to reinvent myself everyday and that is what I love and have always loved about fashion. Not only have I mastered designing and crafting fashion, but I have also found my individual and unique style of presenting fashion, which is ever-evolving – just like I am.

One of the driving forces behind my creativity is most definitely my wild and slightly childlike streak. It keeps me creative even during times of corona and other difficult misfortunes. I believe that every design and every creation can be understood as a birth of my innermost thoughts and beliefs. It always embodies pride, ambition, and yet remains fragile.

Karyukai:

This collection’s title World of Flowers and Willows (Karyukai) describes the world of geishas and so does the collection. It aims to give people an idea of the life of a traditional geisha. I have been inspired by various rites but also their history, and with that in mind thus consciously took part in a feminist discourse. It is very important to me that I emphasize that my point of view is that of a white woman who grew up in a Western society.

My video and photoshoot are stagings that deal with the objectification of the geisha as she basically only is subject to the desire of the heterosexual man.

Since one of the traditions that particularly inspired me is the tea ceremony, I created a portrait which is an artistic translation of my feelings during the intensive examination of the topic. The geisha in the teapot: she is an object and can be seen from outside the glass teapot, however, she sits inside and cannot get out. Does she want to break out? Does she just want to be? Does she only want to be seen or does she want to be recognized as a human being in all of its nature?

Only she can tell us what she wants.

Contact: jana.m.sander@gmail.com

Julia Zhou - Akademie Mode & Design

Map of the Soul

“Map of the Soul” portrays the fusion of Asian and western culture from the perspective of someone who grew up in both worlds. What is beautiful? What is appropriate to design? The pieces are constructed to be visualising my idea of Asian and western garments. A symbiosis of dynamic silhouettes, that do not hug the natural female body, but are still considered feminine through shape and styling. It presents a collision between both worlds with a connection through a guideline made from my own experience, my own “map”.

It is always a challenge to view traditional clothing as a contemporary statement in our modern world. Some might take it as an innovative way to show off their culture; others might interpret it as fraud against their beliefs. The idea of “Map of the Soul” is to create a clear conscious of what is going on inside the human psyche. Everyone wants to embrace their true personality, but it is always hidden between layers of their persona. Escaping the idea of being an individual in a society that expects us to follow the same rules and have the same routines. Embracing our inner child and the part that is rooted in our culture, our heritage.

about me.

Chinese - Vietnamese girl born and raised in Germany. I always aspire to create in a mindful and fun way, which will hopefully be a help when fashion is innovated in the future. My strengths lay more in the creative directing of photography concepts and styling ideas, which is very helpful when the design process is a little bit difficult at times.

Contact: xinyizhou23@gmail.com

Katya Maluavanga - Akademie Mode & Design

Elrêverée

My name is Katya Maluavanga, and I am German-born to Congolese parents who immigrated to Germany in the 90s. I have always been fascinated by many things for as long as I can remember, and to be honest, when I was growing up, I wanted to become many things too. There were so many creative opportunities that I was just overwhelmed. After I finished high school, fashion first came to mind as a possible future career.

Sewing was a hobby for me at that time, but when I saw my sister starting her educational training to become a garment technical assistant, I got curious. I started the same education, even though I thought something purely creative would not be my thing. To be honest, I doubted my creative abilities a lot. In my opinion, a degree in fashion & design management would suit me better, so I started my journey in this direction.

During this time, I realised that I would love nothing more than part of the creative process. The subjects I encountered were very diverse, but subjects like trend research, production technology, and design methodology captured my attention.

Today I am 26 years old and a fashion design graduate. If you had told me a few years earlier that I would be here today, I wouldn't have believed a word you said. But here I am now and I love it. Starting my educational training made me realize what path I wanted to take, but time and my personal development have really made me decide where I want to be in the future. Every time I sit down to start a new creation, a new design, I get excited.

There are so many possibilities, so many things I want to try, so many things I want to show and I want to be seen. Things don't always go as planned, it's hard, it takes a lot out of me, but I firmly believe it's worth every sweat and tear I shed.

The collection "Elrêverée" represents a fusion of the two opposing worlds of dream and reality. The different characteristics of those worlds were translated into materials, shapes and colours. The goal was to incorporate these characteristics into men's and women's collection, which also includes casual and sporty elements. A mix of experimental and timeless designs, influenced by generally popular casual wear products.

The development of a collection for a generation that loves minimalism, but is also willing to be new and daring. It symbolises a merge of complexity and simplicity, of the known and the unknown. The aspects of the dream world were specially translated into the patterns and colourfulness of the fabrics. It is precisely the kind of fashion I want to create now that I have graduated.

Contact: katya.maluavanga@icloud.com

Kendra Mairin Lüders - Akademie Mode & Design

RE | ACTION – Fashion and Politics

RE | ACTION by LUEDERS – fashion and politics in one product – reflects the community spirit of society and its mindset during times of crisis. Crises provoke restructuring and improvements of existing systems. Social policy gains in importance. In doing so the individual plays a significant role in society. An existential crisis like a pandemic may produce new behavioural patterns. The individual is confronted with an inner conflict between egoism and community spirit. One is asked to position oneself and to take action on contributing to the community. Moreover, this leads to an inward looking to the „important things of life“ and appreciation of non-material aspects.

Society is multi-layered and comprise a diversity of people, who move closer together towards a collective big picture. The resulting corporate feeling releases an impulse to jointly achieve something and together overcome the crisis.

DESIGN CONCEPT – The collection combines several style elements. Delicate Patch work techniques symbolise social cohesion and community spirit in a diverse society. The layering look underlines the support of people. There are variants to button and unbutton an additional garment layer to demonstrate being open to give and take. Knitting stands for a feeling of security and heartiness of society.

Dead stock, recycled and GOTS / OEKO-TEX® STANDARD 100 certified fabrics emphasis the sustainability approach. The collection picks up traditional silhouettes for timelessness as the whole topic has a historical relation. The colour palettes have a nostalgic character with rough accent of blue and grey to outline the importance of the subject. Printed tags with profound questions stitched into the garments effect to question and reflect oneself. Theses tags are active media that people rethink their mindsets.

RESPONSIBILITY – In my life I have been always looking for the deeper sense in what I am doing. During my fashion design study, I have questioned myself to what extend I could transfer this personal value into my work in fashion. Responsibility and sustainability start with the idea and the design process.

RE | ACTION is the concept to give fashion an added value and sustainable meaning that goes beyond a pure aesthetic point of view. Fashion should influence politics and society for turning the world into a better place.

Contact: kendra.mairin.lueders@web.de

Leonie Kaspar - Akademie Mode & Design

GENUG. ease. cease. crease.

„GENUG. ease. cease. crease.“ ist eine Kollektion inspiriert von dem Song „Schön Genug“ der Sängerin Lina Maly. Die Kollektion thematisiert den Perfektionswahn unserer Gesellschaft und den damit verbundenen Druck zur Selbstoptimierung auf das Individuum. Es ist zu einer Ästhetisierung des Alltags, der Gesellschaft, des Lebens gekommen. Der Zeitgeist unserer Gesellschaft gibt den Menschen das Gefühl zu scheitern, wenn sie dem Ideal nicht entsprechen oder die Erwartungen, die an sie gestellt werden, nicht erfüllen.

Sich mit einem „Genug“ zufrieden zu geben ist heute nicht mehr ausreichend. Ein „geht nicht“ gibt es schon gar nicht mehr. Im Gegenteil, das grenzt beinahe an Scheitern und Versagen. Nicht-Perfektes oder scheinbar Hässliches scheint keine Daseinsberechtigung zu haben. Doch erst durch das Imperfekte oder Hässliche kann sich Schönes oder Perfektes entfalten und Interesse sowie Aufmerksamkeit wecken. Die Kollektion soll visualisieren, dass scheinbar Hässliches oder Imperfektes in einer von Perfektion getriebenen Gesellschaft auch als schön betrachtet werden kann.

Materialen, Technik und Farbauswahl sollen darstellen, dass Lockerheit [ease] das Unterlassen des perfektionistischen Strebens [cease] und Falten [crease] auch schön und genug sein können. Die Kollektion zeichnet sich durch folgende Aspekte aus:

• Darstellung des Imperfekten durch offene Kanten und Einschnitte [ease]
• Brechung von Symmetrie und Ordnung durch Konstruktion und Dekonstruktion [cease]
• Diskussion von Körper – und Schönheitskult sowie Perfektionismus [crease]
... ease. cease. crease.

Über mich:

Mich fasziniert es unterschiedlichsten Themen zu interpretieren und vestimentär darzustellen. Besonders das Handwerk und die Arbeit mit verschiedenen Materialien und Farben liegt mir sehr am Herzen. Auch die Kunst der Reduktion auf das Wesentliche und die Umsetzung in die geeignete Schnitttechnik sehe ich als besonders spannend und herausfordernd. Immer wieder beeindruckt es mich, wie Kleidungsstücke durch pure Schnitte, Farben oder Details ihre Besonderheit erhalten können.

Contact: kaspar.leonie@gmail.com

Sophia Lindner - Akademie Mode & Design

CHAOSTHEORIE

Das Thema meiner Arbeit umfasst einen oder mehrere Bruchstücke der CHAOSTHEORIE. Hier wollte ich weniger den Mathematischen / Physischen Bereich ansprechen, sondern vor allem auf den „philosophischen Hintergrund“ dieser Theorien zurückgreifen.

Hierbei ist die Mathematik und Physik schwer komplett außer Acht zulassen, weil fast alle Theorien darauf beruhen. Allerdings möchte ich die Tatsache verdeutlichen, dass es trotz allem Wissen, das wir Menschen uns erarbeitet haben, immer noch Dinge gibt, die wir uns nicht erklären können, die nicht berechenbar sind und das auch bleiben.

Ein Freier Fall so zu sagen, ein Moment über Jahrtausende und das Potential der Freiheit das es mit sich bringt. Die Tatsache, dass Dinge nicht linear verlaufen haben auch die Wahrscheinlichkeit des völligen CHAOS, des unerwarteten, der Unvorstellbarkeit. Das Chaos liegt uns im Blut, in Mensch, Tier und Natur. Anders als der Begriff ‘Chaos’ in der Umgangssprache charakterisiert die deterministische Chaostheorie nicht den Zustand eines Systems (wie beispielsweise seine Unordnung), sondern sein zeitliches Verhalten, seine Dynamik.

Ein weiterer Teil meiner Arbeit ist die Vielschichtigkeit unserer Emotionen. Das Rauschen im Blut und das Knistern der Nerven in einem Moment der Überwältigung. Kribbeln in Händen und Füßen und die Stille, das Nichts das darauf folgt. Jahre lang wurde Emotionale Intelligenz in der Gesellschaft nicht ernst genommen und gewinnt immer mehr an Wichtigkeit. Wir fühlen jede Sekunde unseres Lebens doch sind wir nicht immer emotional. Emotion ist temporär, atmosphäre, Stimmung, ein zeitweiliger Geisteszustand.

Ich bin Sophia, in München geborgen und aufgewachsen.

Ich versuche hinter die Oberflächlichkeiten zu blicken und mache mir mein ganz eigenes Bild, meine Realität und hoffe, andere dort hin mitnehmen zu können.

Contact - Mail: Sophia.li@web.de

Marina Stefan - Akademie Mode & Design

UP & DOWN. COCOONING 2020.

Hi. I’m a Romanian woman, that graduated from the AMD Düsseldorf faculty in the field of Fashion Design. Talking about me is not one of my strengths but I hope this quote helps with getting to know me better:

“I put a lot of pressure on myself. I think something’s not good enough, and I won’t stop until I feel like I’ve made it. I’m never satisfied.”- J.Cole.

Nevertheless, I hope you will enjoy my work and you can identify with my collection.

RE-SET.
RE-ADJUST.
RE-START.
RE-FOCUS.
AS MANY TIMES AS YOU HAVE TO.

UP & DOWN. COCOONING 2020. is a world full of mixed emotions in which one tries to escape the chaos. Inspired by the outbreak of this corona pandemic, this collection shows that the cocooning trend has come back and how it can affect people’s mental health.

Cocooning represents the protection of someone or something from pain or an unpleasant situation. In order to bloom people must return into their own cocoon. Faith Popcorn identified the cocooning trend in the late 80’s and at that time it was described as the retreat in one’s home. The difference between cocooning then and now is that today’s situation was forced upon us. The pandemic and the high numbers of COVID-19 infected have brought several lockdowns worldwide. We count innumerable isolations, contact restrictions and curfews.

How are humans supposed to endure a year ruled by loneliness?

Contact: marinastefan97@gmail.com

Paul Kadjo - Akademie Mode & Design

Beyond Fashion

I'm Paul Kadjo, a fashion designer and fashion activist. 22 years old, born in Germany and raised in Ivory Coast, I have a binational background. I have an idea of how we can shape fashion together in the future. Fashion with coolness, style and character - fashion that is more.

I present: PAUL KADJO - Beyond Fashion

An ethical fashion brand that unites two nations. The design language reflects an intercultural connection - a dreamlike relationship between black and white. The normative requirement of sustainability makes it a central player in the transformation of fashion into future-oriented fashion. The human and non-human actors bear a great responsibility, which can not only ensure the survival of this complex system.

The first collection "The Spirit Between Bodies And Objects" defines the spirit between body and object, which burns to ensure the survival of its existence through the survival of fashion.

Ich bin Paul Kadjo, Modedesigner und Modeaktivist. 22 Jahre alt, geboren in Deutschland und aufgewachsen in der Elfenbeinküste, habe ich einen binationalen Hintergrund. Ich habe eine Idee, eine Vorstellung wie wir gemeinsam Mode in der Zukunft gestalten können. Mode mit Coolness, Style und Charakter - Mode, die mehr ist.

Ich präsentiere: PAUL KADJO – Beyond Fashion

Eine ethische Modemarke die zwei Nationen vereint. Ihre Designsprache reflektiert eine interkulturelle Verbindung – eine traumhafte Beziehung zwischen schwarz und weiß. Der normative Anspruch der Nachhaltigkeit macht diese zu einem zentralen Akteur in der Transformation der Mode zu einer zukunftsfähigen Mode. Die menschlichen und nicht menschlichen Akteure tragen eine große Verantwortung, die nicht nur das Überleben dieses komplexen Systems sichern können.

Die erste Kollektion „The Spirit Between Bodies And Objects“ definiert den Geist zwischen Körper und Objekt, der dafür brennt, durch das Überleben der Mode auch das Überleben seiner Existenz zu sichern.

Contact: kadjop.pk@gmail.com

Pia Maria Leberfinger - Akademie Mode & Design

EXO-2120

Pia-Maria Leberfinger will neue Wege gehen. Als Visionärin nimmt sie sich dem Thema 3D-Design in der Mode an und geht erste Schritte, um die Verbindung von Technologie und modischem Ausdruck voranzutreiben.

Mit digitalen Innovationen, wie des Blockchain-Systems und NFTs macht sie es sich zu Aufgabe, die Mode von heute zu hinterfragen und die Mode von morgen zu entwickeln. Einen Anfang schafft sie mit Exo-2120.

Eine Kollektion, in der die Zukunft noch nicht gestern war.

Contact: pia.maria98@icloud.com

Katharina Schumacher - Akademie Mode & Design

GÖTTINNEN. Das weibliche Gefühl von Sicherheit.

DISCRIPTION

For this work the feeling of femininity and safety should be core motivation. Therefore, seven ancient greek goddesses were used as a main source of inspiration – Hera, Aphrodite, Athena, Hestia, Persephone, Demeter, Artemis –. Every goddess has their own attributes and characteristics. For example, Artemis, which is known as goddess of the hunt.

With her impulsive and belligerent way she was integrated in the collection by using fabric manipulations, specific tailoring details, and painting on the fabric reflecting her characteristics. Every outfit is mainly represented by one particular goddess, but in the end all seven of them inspired the whole design process together.

Focusing on empowering parts of emotional healing the collection became sensual strong and harmonious. Fashion is one of the most important means of communication. Facing such uncertain times, this work should inspire to more personal grows, self-acceptance and tolerance and respect towards others. Everyone deserves emotional and physical safety.

BIOGRAPHY

To create fashion and visual art you must open your mind and feel the world around you with all your senses. Katharina Schumacher is a Fashion Design graduate with an emotional approach and an attention to harmony and details. Born and raised in Bavaria she found comfort in art and creating things early on. During her studies she discovered her love for the whole process of designing. For her fashion is a way to communicate on multidisciplinary levels.

Contact: katha@schumachers.co

Emely Wensky - Akademie Mode & Design

Can we still dream?

Can we still dream?

The collection ‚Can we still dream?‘ is asking how much escapism one can allow in order to live a happy life and how much dystopia one has to be confronted with in order to change the world through positive activism. What’s the balance between actively engaging with negative news and having the desire to escape reality?

Dystopian and utopian places are contrasted by an idyllic family live: Melting ice at the antarctic and giant artificial grow house fields in Spain versus the sanctuary of a home that protects from the outside world. Those contrary places are referenced through circular shaped cutouts, gatherings, as well as curved seems. A print is developed by a scenery in nature also picks up fluid forms. Furthermore garments that are worn on festive family occasions are referenced through tailoring elements.

The aim of this collection is to empower people to get more aware of their political, environmental and social responsibility. Working as sustainable as possible through reusing tablecloth, natural dyeing techniques and recycled fabrics has high priority. The most important element is self developed bioplastic that is mainly made out of tapioca starch. It is organic, recyclable and can be mold into new shapes through reheating it. The material is very flexible and is slightly transparent and creates an innovative sustainable surface.

About me:

In my work I get inspired by social and environmental issues that I try to make easily accessible for a bigger audience. Finding sustainable solutions such as self-developed bioplastic is very important to me. Aside from that I’m interested in developing very process orientated collections. Therefore I’m deeply investigating through experiments in the field of fabric manipulations, print development, bio materials and natural dying techniques. Especially my Erasmus exchange at the ‚London College of Fashion‘ has thought me lot in in creating conceptual work.

Contact: emely@wensky.com