GRADUIERTE

Das Projekt Neo.Fashion. gibt ab Januar 2021 und bis Mitte März über 70 jungen Designtalenten von 11 Hochschulen aus ganz Deutschland die Möglichkeit, ihre Graduate-Kollektionen im Rahmen der digitalen Neo.Fashion. 2021 einem breiten öffentlichen Publikum, Fachpublikum der Mode- und Bekleidungsindustrie sowie der einschlägigen Fach- und Publikumspresse zu präsentieren.

Hier finden Sie die Übersicht aller Teilnehmer*innen der Hochschulen:

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Hochschule für angewandte Wissenschaft Hamburg
Mediadesign Hochschule
Hochschule Niederrhein
Hochschule Pforzheim
Hochschule Reutlingen
Hinweis: Die Namen der Graduates sind alphabetisch nach Vor- und Nachnamen sortiert.

Adrian Stoica - KHS Halle

PROTEUS: FUTURE ENHANCEMENT UNKNOWN

Im Master-Studium der Mode entstand zum Thema der Transformation und der Selbsterweiterung durch Kleidung eine achtteilige Damenkollektion.

Es wurde hauptsächlich mit Volumen und Form in Anlehnung an historischen Vorbildern experimentiert. Die Kleidungsstücke können über Druckknöpfe modifiziert und von der Trägerin mitgestaltet werden.

Die in der Kollektion erarbeiteten Kleidungsstücke versuchen das Potenzial zukünftiger Formen und Silhouetten zu antizipieren.

ABSCHLUSS: Master

Johanna Frahm - KHS Halle

Trouble in Paradise

TROUBLE IN PARADISE ist meine Liebeserklärung an die Nacht.

An ihre Guten und Bösen Seiten.
An die Dunkelheit und an die Finsternis.
Daran, dass sie der wilden Unordnung Raum gibt und ihre Kinder nicht erziehen will.
Dass sie das Sichtbare zurückweist und das Unsichtbare walten lässt.
Dass sie Unruhe stiftet in der paradiesischen Ordnung.
Dass sie uns glauben lässt, was nicht ist.
Daran, dass sie ungezähmt ist.
Dass sie grenzenlos ist.
Und vor allem daran, dass sie gewiss ist.

- Jeden Tag.

ABSCHLUSS: Master

Bokyoung Lim - KHS Halle

Bottari

Bottari ist eine traditionelle Verpackungsart aus Korea. Dabei umhüllt ein Tuch einen Gegenstand und wird verknotet. Das Volumen und die Elastizität des Bottaris hat die Formen meiner Kollektion stark beeinflusst.

Unter den Aspekten der Therapeutik und Selbstheilung, werden meine persönlichen Erinnerungen und Emotionen in mein eigenes Bottari verpackt. Jede Erinnerung wurde grafisch in Rhino 3D modifiziert und durch Verzerrung als Muster weiter entwickelt.

ABSCHLUSS: Bachelor

Carla Herrig - KHS Halle

RENTE 3000

„Rente 3000“ beschäftigt sich mit der Rentenzeit. Die Kollektion greift dabei Farben, grafische Elemente und Formen des für RentnerInnen typischen Kleidercodex auf und erzählt die Rentenzeit als einen Sehnsuchtsort des endlosen Zeitvertreibs.

ABSCHLUSS: Bachelor

Denise Mailand - KHS Halle

Follow the lilac rabbit

Ein Kind wächst heran. Ihr erstes Wort: lila. Ihr Lieblingsfilm: Alice im Wunderland.

Sie fragt nach dem Warum, statt nach dem Wie. Eine Reise durch das eigene Wunderland. Es besteht aus den vier Elementen Wasser, Luft, Feuer, Erde. Und dem Fünften, undefinierten Element, dem Äther - verkörpert in einer Tanzperformance durch das Kind selbst.

Auf der Suche nach der eigenen Definition, interagiert sie mit allen Elementen. Sie fragt nicht mehr nach dem Warum. Sie folgt dem lilanen Kaninchen.

ABSCHLUSS: Bachelor

Golnaz Samianpoor - KHS Halle

Still Life in Black Hole

“Still Life in Black Hole” beschäftigt sich mit meiner eigenen Geschichte, bzw. der Bekämpfung einer Autoimmunerkrankung. Obwohl sich mein Nervensystem gegen meine Gesundheit erhebt, versuche ich mich mit viel Bemühung und Beständigkeit von der Dunkelheit des Lebens zu befreien und meine Welt nach meinen Wünschen mit ihren Hoffnungsfarben zu gestalten.

Die aufwändige, mühsame Verfilzung sollte repräsentativ für die Bekämpfung der Herausforderungen und Schwierigkeiten im Lebensweg sein. Die Wolle verändert sich unter heißem Wasser, Seife und intensiver Reibung in das Endprodukt Filz.

Der Volant auf der Bekleidung zeigt die Höhen und Tiefen des Lebens. Die Flexibilität und Formbarkeit habe ich mit Hilfe von Verfestigungsband und Krinoline, erreicht. Diese habe ich zunächst auf den Tüll genäht, und danach zwischen zwei Lagen von Stoffen zusammengenäht.

ABSCHLUSS: Bachelor

Jonas Jentsch - KHS Halle

So long - Eine Abschlussarbeit zum Abschied.

Sich verabschieden heißt, sich zu lösen von etwas das war, etwas loszulassen, etwas gehen zu lassen.

Ohne Abschiede bleiben wir in der Vergangenheit, bis wir nicht mehr weiter kommen.

Diese Arbeit löst sich auf, in verschieden Stufen der Abstraktion; mal nur in den graphischen Elementen und mal kann der Stoff selbst verschwinden.

ABSCHLUSS: Bachelor

Malou Pohl de Rezende - KHS Halle

Meterware

Die Idee, Jogging mit meinem Alltag zu verbinden, steht hinter dieser Kollektion. Overalls können während des Sports sowie bei normalen Aktivitäten getragen und mit Filzstoffen aus Wolle und Viscose ergänzt werden.

Meine Verwendung vom leuchtend grünen Naturfarbstoff der Kastanienrinde in dem Rohmaterial Schurwolle stellte für mich in der Kollektion die überraschende Entwicklung von etwas Ursprünglichem und einfachen dar.

Sie entdeckt die Potenziale einer natürlichen Ressource in unserer technisierten Gesellschaft. Ich führte diese mit atmungsaktiven Kunstfasern zusammen, wie ich routinierte Laufeinheiten in unsere komplexen Beschäftigungen betten wollte.

ABSCHLUSS: Bachelor

Muraa Kang - KHS Halle

lift-off

Eine Reise in den Weltraum ist mit unvorstellbaren Bedingungen verknüpft. Die Astronauten können nur erahnen was sie erwartet, wie lange die Reise dauern wird und ob sie überhaupt nach Hause zurückkehren werden. Sie sind sich dem Risiko bewusst und daher dem Tod umso näher.

In dieser Kollektion steht der Astronaut als Metapher für den Grenzgang zwischen Leben und Tod. Inspirationsquellen sind der Filzanzug von Joseph Beuys und eine traditionelle Kleidung für die Verstorbenen aus Korea ‒ gennant Sui.

ABSCHLUSS: Bachelor

Muriel Kunkel - KHS Halle

There Is No Business Like No Business

Wie muss man eigentlich planen, wenn man sich vornimmt der Zivilisation den Rücken zu kehren und zukünftig fernab von Arbeit, Geld, anderen Menschen, also in Frieden leben zu wollen.

In der Kollektion „There Is No Business Like No Business“ beschäftige ich mich mit einer Gruppe von Menschen, die sich eine eigene Ordnung schaffen will. Dies spiegelt sich auch in ihren Kleidungsstücken wieder.

Alternative Verschlusselemente und Accessoires aus einer Mischung von Silikon und Speisestärke sind Erkennungsmerkmale der Aussteigerinnen. Versteifte und gepolsterte Stoffe in Kombination mit Bürokleidung bilden eine neue Uniform die die Aussteiger.

ABSCHLUSS: Bachelor

Pia Haydn - KHS Halle

Milkyway

In Zeiten von Aufbruch stelle ich fest, dass mein Gefühl von Zuhause verschoben ist. Zuhause ist für mich ein Zustand. Überall. In Bewegung. Ein Gefühl von Wohlbefinden. Eine Suche nach Sicherheit und Selbstbestimmung. Die Ressourcen sind Vergangenheit und Zukunft.

Also fahre ich mit dem Fahrrad zum Mond.

Auf dem Fahrrad fühle ich mich sicher und frei zu gleich. Mein Gepäck besteht aus Wohlbefinden und Zufriedenheit. Der Mond ist fern und ungewiss. Meinen Weg kann ich selbst wählen.

Es entsteht eine illustrierte Mondreise, inspiriert von einem Buch aus meiner Kindheit ("Peterchens Mondfahrt" von Gerd v. Bassewitz).

Nach intensiver Recherche zu Materialien, Schnittführung, Verarbeitung von Fahrradbekleidung erhalten zudem Materialien und Techniken aus dem Raum "Zuhause" Einzug in die Entwürfe.

Sofakissen und Vorhangdrapage werden mit Outdoor Materialien verbunden. Gemütliches Lammfell trifft auf engen Lycra Overall. Starke Fabkontraste und verschiedene Materialzonen prägen die Kollektion. Die illustrierten Mondwesen bringen das Fantasievolle, Romantische und formen Silhouetten wie die des Mondschaf und die der Himmelsziege.

ABSCHLUSS: Bachelor

Rabea ter Braak - KHS Halle

Belly of the Universe

Ein Gedicht:

The belly is so big,
there is a whole universe in it.
Gentle roses with spiky thorns,
show you the way through quiet storms.
Dive in it, sleepy ghost,
take all your fingers and your toes.
Feel every leave with its own shape,
Taste every stone with its own weight.
The belly is so big.

Die kleinen Dinge bilden das große Ganze. In «The Carrier Bag Theory of Fiction» beschreibt Ursula K. LeGuin das Erzählen als ein Werkzeug für die Weltgestaltung.

Ihre Anschauung erkenne ich in der Skurrilität von mittelalterlichen Buchmalereien, welche die Inspiration für meine Outfits bilden. Durch eine Vielzahl von Details und Einzelheiten entsteht in meiner Kollektion ein eigenes Universum.

ABSCHLUSS: Bachelor

Nina Bach - HAW Hamburg

Coloratusphagus adornare

Ich bin Nina Bach. Anfang des Jahres 2020 habe ich meinen Bachelor in Modedesign an der HAW Hamburg absolviert. In meiner Abschlusskollektion ‘Coloratusphagus adornare’ beschäftige ich mich mit der Ästhetik von Bakterien.

‘Coloratusphagus adornare’ ist eine Hommage an die Bakterien, denn sie machen uns mehr als alles Andere zu dem, was wir sind. Mehr Bakterie als Mensch, sind wir in ständiger Interaktion mit ihnen.

Sinnbildlich dafür ist die gesamte Kollektion von einem bakterieninspirierten Print bedeckt.Dieser ahmt in seiner stark kontrastierenden Farbigkeit die nachträgliche Einfärbung der ehemals schwarz-weißen Mikroskopbilder nach.

In den verschiedenen Grauabstufungen wiederum verkörpert er eben diese ursprünglich schwarz-weißen Aufnahmen. Der Print wurde außerdem partiell mit Perlen und Siebdruck bedeckt, was zu einer weiteren bakterienartigen Besetzung der Flächen führt.

Mit meiner Mode möchte ich etwas erschaffen, das Spaß macht. Spaß, dem Betrachtenden, dem Träger und letztendlich dem Erlebenden.

Ich liebe es mit meinen Designs ein optisches und haptisches Erlebnis zu kreieren. Deshalb nutze ich besonders gerne verschiedene Print- und Bestickungstechniken um meine Textilien zu gestalten. Dabei dienen mir die organischen Formen unserer natürlichen Umgebung meist als Inspirationsquelle.

Daniel Becker - HAW Hamburg

OH, LALA

The master collection represents sexuality and liberated women. It combines leather, cowhide, gold chains and other elements through high quality handcrafting.

The collection is inspired by Jean-Jacques Rousseau’s quote "Man is born free and everywhere he is in chains." The metaphor of the chains in this quote was taken literally, as a decorative, sublime element.

The silhouette of the looks were inspired by the 1980’s & 1990’s.

Erdal Firdevs - HAW Hamburg

Gastarbeiter

Die Kollektion „Gastarbeiter“ ist durch meine Vorfahren, die in den 1960er Jahren aus der Türkei nach Deutschland für Arbeit auswanderten, inspiriert.

Mit meiner Kollektion möchte ich jene Generation in einer neuen Form widerspiegeln, und wie dadurch eine neue und erweiterte Identität angenommen wird: die Identität des Bürgers eines multikulturellen Staats.

Dieser Teil der Geschichte wird dadurch zum Kulturerbe und beide Seiten erhalten eine Würdigung. Dazu kommt der persönliche gestalterische Einfluss auf die Kleidung, die ein Individuum trägt.

Individualität, Geschichte und Kulturen kommen zusammen.

Johanna Aletta - HAW Hamburg

FEMME

„Femme“ ist eine Hommage an die Jahrhundertsprinterin Florence Griffith Joyner und eine Kritik sowie Hinterfragung der noch immer heteronormativen Geschlechterbilder im Hochleistungssport.

Eine Kollektion inspiriert von Retro-Sprintanzügen der Achtziger Jahren, dynamischen Prints und Florence Griffith Joyners extravaganten Stils.

Vive la femme.

Julia Opalkova - HAW Hamburg

Individualität

Was verbirgt sich hinter den Wörtern der Individualität? Darstellung, Selbstdarstellung und Irreführung?

Es geht hierbei zu großen Teilen um die Frage, wie ein Mensch eine Rolle spielt. Individualität bezeichnet die Werte und Gedankenwelt des Einzelnen. Der Einzelne, besitzt bestimmte Anschauungen und Vorstellungen.

Diese äußern sich in seinem Leben, seinen Gesprächen und seinem optischen Erscheinungsbild. Der Einzelne verwirklicht sich selbst, lebt es aus und trägt dieses Anschauungsbild nach außen, und darin liegt die wirkliche Stärke, die Welt innovativer zu machen.

Es wird ein eigener Style verfolgt, denn schließlich erfolgt die Kommunikation mit der Umwelt über die Kleidung. Wir haben immer die Möglichkeit durch unsere Kreationen, Bekleidungen oder das eigene Verhalten, unser Individuum darzustellen.

Lena Petersen - HAW Hamburg

Sturm Stina

Moin,

ich bin Lena Petersen und habe Anfang 2020 meinen Bachelor in Modedesign an der HAW Hamburg absolviert.

Durch mein Studium in Hamburg und mein Auslandsemester an der Kingston University in London lernte ich innerhalb der Designprojekte zielgerecht für eine Marke Designs zu entwerfen.

Ich nutzte die Möglichkeit des Weiteren um mich vielfältig gestalterisch auszuprobieren. Vor Allem wurde mir dabei bewusst, dass Nachhaltigkeit in der Modebranche eine relevante Thematik einnimmt und mir persönlich wichtig ist.

Den Kreis der schnellen Mode zu unterbrechen und zu zeigen, dass es auch anders geht, das wollte ich mit meiner Bachelor Kollektion erreichen. Inspiriert wurde ich dabei von dem Kinderbuch „Sturm Stina“ von Lena Andersson, in dem ein kleines Mädchen namens Stina den Sommer bei ihrem Großvater auf einer schwedischen Insel verbringt. In dem Buch spielen das Meer und das Fischen gehen eine Rolle, welches sich in meiner Kollektion widerspiegelt.

Meine Abschlussarbeit ist geprägt von unterschiedlichen nachhaltigen Arbeitsmethoden. Ich nutzte nur Stoffe aus Naturfasern, färbte sie mit natürlichen Mitteln selber, erstellte Zero Waste Schnitte, strickte und bedruckte die Stoffe eigenhändig per Holzdruckverfahren.

Nach einem Praktikum bei AboutYou im Bereich Styling, arbeite ich nun als selbstständige Stylistin und Modedesignerin.

Lena Siebels - HAW Hamburg

UMRAHMUNG

Die Kollektion „Umrahmung“ ist durch die uns umgebenden Rahmen inspiriert.

Sie zeigt was entsteht, wenn ästhetische Merkmale aus ihrem Kontext gelöst werden und in einen neuen Rahmen gesetzt werden. Hier trifft die Materialität der Haute Couture auf High Tech Anmutung der Trekking Welt.

Mithilfe einer Methode aus dem Feld der Psychologie, dem sogenannten "reframing" sind auf unterschiedlichen Ebenen, Komponenten aus ihrem Rahmen gelöst worden und in einen neuen Kontext gesetzt worden.

Es entsteht ein Spannungsfeld, das Dynamik entwickelt und neue Perspektiven aufzeigt.

Über mich

Ich bin Lena Siebels und habe 2019 mein Bachelor Studium an der HAW Hamburg abgeschlossen. In meiner Brust schlagen zwei Herzen.

Ein Herz für das Design und die Mode und ein Herz für die Fotografie. Vor meinem Studium im Fach Modedesign, absolvierte ich bereits ein Studium im Fach Fotografie ebenfalls in Hamburg.

Neben dem Studium habe ich einige praktische Erfahrungen sammeln können. Über eine Photoassistenz im Studio bei Frank Wartenberg sowie meine selbstständige Arbeit als Fotografin, bis zum Design Assistent bei Harm und Jopp, durfte ich schon einige verschiedene Felder in der Praxis kennenlernen.

In meiner Arbeit beschäftige ich mich immer wieder mit Perspektiven und unterschiedlichen Blickwinkeln. Dabei löse ich einzelne Themen aus ihrem sozio-kulturellen Umfeld und setzte sie in einen neuen Kontext, um die Essenz auf das Wesentliche zu reduzieren und damit zu verdeutlichen.

Derzeit arbeite ich als Fashion Stylist für Kunden wie Adidas, G-Star, ABOUT YOU, Stylebop und Hugo Boss.

Nora Walaszczynska - HAW Hamburg

TALKING TO ALIENS

Mein Name ist Nora Walaszczynska und ich studiere seit März 2016 an der HAW Hamburg Modedesign.

Im Sommer 2020 absolvierte ich mein Bachelorstudium mit meiner Kollektion „TALKING TO ALIENS“.

Im direkten Anschluss daran begann ich mein Masterstudium in Modedesign an der selben Hochschule.

In meiner Abschlusskollektion geht es um die Kommunikation mit extraterrestrischen Intelligenzen, um die Suche nach außerirdischem Leben. Wie könnte Kleidung aussehen, wenn wir irgendwann im Austausch mit Aliens stehen würden? Wie würde sich die Kleidung an die Umstände anpassen? Wie könnten sich andere, fremde Zivilisationen kleiden?

TALKING TO ALIENS ist meine Interpretation vom Fremden, Exotischen, Neuen.

Sanja Philipp - HAW Hamburg

Kalokagathia

Das altgriechische Konzept der "Kalokagathia" beruht auf dem Prinzip körperlicher und geistiger Vortrefflichkeit und dem Zusammenspiel von Innen und Außen.

Bei der Miss Rodeo Wahl steht die möglichst ästhetische Zurschaustellung der ehemaligen Arbeitskleidung von Cowboys und-girls im Mittelpunkt.

Der Einfluss dieser zwei Aspekte ergibt eine Kollektion, die mit vielen Kontrasten spielt und fließende Drapierungen mit stehenden Formen kombiniert.

Über mich

Ursprünglich Mathematik studierend, entschied ich mich 2016 doch für das Studium der Mode. Dieses Jahr, 2020, machte ich meinen Abschluss mit der Kollektion „Kalokagathia“. Sie verbindet die konträren Welten Cowboy und griechische Antike miteinander und spielt mit Kontrasten in mehreren Hinsichten.

Meine Abschlusskollektion war im Februar 2020 auf dem Rundgang Armgartstraße und im Oktober 2020 auf der Aplus Show Nr.11 zu sehen. Im März 2021 nehme ich mit ihr an der Ausstellung „20 aus 20“ von designxport in Hamburg teil.

Sara Jesewski - HAW Hamburg

Kleider.MACHT.Leute

Wie kann Macht positiv sein?

Da eine Gesellschaft ohne Machtbeziehungen nicht funktionieren würde, ist der richtige Umgang mit Macht essenziell wichtig. Macht darf nicht missbraucht werden und muss mit Demut und dem Gemeinwohl im Hinterkopf eingesetzt werden.

Basierend auf dieser idealistischen Überlegung und den positiven Eigenschaften der Macht werden in der Kollektion ästhetische Merkmale der Macht aufgelöst, aus dem Kontext gerissen und teilweise ins Lächerliche gezogen.

Eine Krone und eine stilisierte Lilie, Symbole für Monarchie und materielle Verkörperung der Macht, dienen als Vorlage für verschiedene Formexperimente und als schmückende Elemente der Kollektion.

Lucas Avid Hübner - Mediadesign Hochschule

Popping Patterns & Teasing Textiles

Mein Name ist Lucas Avid Hübner, ich stamme aus Berlin und habe an der Mediadesign Hochschule meinen Bachelorabschluss in Modedesign gemacht.

Meine Bachelorkollektion „Popping Patterns & Teasing Textiles“ habe ich in Anlehnung an Andy Warhol, dem Interview Magazin und Pop Art als wichtige Kunstströmung der 1960er kreiert. Ergänzend zu der Kollektion habe ich ein Modeeditorial produziert und als Modefilm inszeniert.

Ein wichtiger Aspekt meiner theoretischen Abschlussarbeit war die Betrachtung der medialen Darstellung von Mode. Denn Modemagazine funktionieren heute nicht mehr nur als Gate-Keeper und beschränken sich auf die Auswahl, Dokumentation und Kritik der Mode, sondern sind selbst Institutionen mit starker Markenidentität.

Dies hat zur Folge, dass Modemagazine neben Merchandise-Artikeln den – bisher undenkbaren – Schritt zu eigenen High Fashion-Kollektionen wagen. Ich habe hierfür den Begriff der Medienmode aufgenommen und betrachte im Kontext meiner Abschlussarbeit die zunehmende Beeinflussung der (traditionellen) Modemedien als neue Kreationsinstanz für Mode.

Seit meinem Praktikum im Wintersemester 2018-19 arbeite ich als freier Stylist und Assistent für Modeproduktionen in Berlin. Ich möchte meine Ausbildung mit einem Masterstudium im Ausland fortzusetzen.

Rita Roth - Mediadesign Hochschule

paradox paradise

Im März 2020 habe ich – Rita Roth - mein Modedesignstudium an der Mediadesign Hochschule in Berlin abgeschlossen und arbeite seitdem als Designassistentin.

Hautenge Silhouetten, Glitzer-Girly-Kitsch und extra-baggy Looks sind die prägenden Stilelemente meiner Abschlusskollektion „paradox paradise“. Sportliche Formen wie Ice Skating- und Wrestling-Anzüge mit Retro-Charakter treffen auf eine lässig elegante Attitüde und sind von einem verwirrend, verträumten Vibe umgeben. Nacktheit und smarte Provokation im Detail vermitteln Female Empowerment und Confidence. „paradox paradise“ vereint gegensätzlich wirkende Kontraste in verwirrend schöner Harmonie!

Die Erarbeitung meines Bachelorprojektes „paradox paradise“ hat mir gezeigt, dass meine Leidenschaft besonders in dem Kreieren von Konzepten und eigenen "ästhetischen Universen" liegt. Dabei arbeite ich mit Vorliebe multimedial, denn durch das Zusammenspiel verschiedener Medien – Mode, Fotografie, Video, Grafikdesign, Text und Musik – gelingt es mir eine eigene, multisensorische Welt zu schaffen.

Für meine Abschlusskollektion habe ich einen Musiktrack komponiert, ein Gedicht geschrieben, einen Fashionfilm produziert und ein Storybook gestaltet. Auf meiner Website, www.ritaroth.com, bringe ich all diese Medien zusammen und gebe einen Einblick in meine surreale Welt – welcome to „paradoxe paradise“!

Marisa Schneider - Mediadesign Hochschule

I like to be tipsy on a sunny aftermoon

Mein Bachelorstudium in Modedesign absolvierte ich 2020 an der Mediadesign Hochschule Berlin.

Ich arbeite und recherchiere an der Schnittstelle von Schönheit und Unschönheiten. Mir geht es darum, neben dem (vermeintlich) Schönen, Platz für etwas ungewohntes und komisches zu schaffen. Am Mode machen liebe ich das Experimentieren und Ausprobieren von zigtausend Möglichkeiten.

Mein Hauptinteresse ist die Manipulation von Materialien sowie die Entwicklung von neuen Oberflächen, aber auch die visuelle Auseinandersetzung und das Eintauchen, in das von mir gestaltete Universum, ist ein wichtiger Teil meines Arbeitsprozesses.

Meine Abschlusskollektion „I like to be tipsy on a sunny aftermoon“ steht für ein hedonistisches Lebensgefühl, das im Gedanken des Feminismus zu verstehen ist und mit Ironie versucht die Ästhetik von Mode neu zu erfassen. Im Fokus der Abschlussarbeit stehen Fragen nach Intimität, Hyperfemiminität und Punk.

Durch die Kombination von Unterwäsche als feminin konnotiertes, intimstes Kleidungsstück, dem DIY-Prinzips der Punks und dem unkonventionellen Mädchen-Sein der Riot Grrrls der 1990er Jahre wird die Definition vom schön und sexy sein, das nicht mehr vom männlichen Betrachter ausgeht, neu ausgelotet.

Das Gefühl der Freiheit nicht in klassischen Geschlechterrollen zu denken sowie die Konstrukte der Gesellschaft abzulegen ermöglicht es mir experimentell die Normen der klassischen Kleidungsstücke zu sprengen.

Alina Jörns - Mediadesign Hochschule

GREEN WARRIORS

Meine Abschlusskollektion an der Mediadesign Hochschule beschäftigte sich mit dem Fabrikeinsturz „Rana Plaza“, bei dem etliche Menschen umkamen und den daraus resultierenden Veränderungen in der Modeindustrie.

Die Kollektion „GREEN WARRIORS“ besteht aus Biostoffen und ausgemusterten Materialien der Bundeswehr. Dabei bezieht sich die Kollektion GW auf die oberste Aufgabe der Bundeswehr, nämlich die „Verteidigung“. Unter diesem Aspekt steht die Kollektion für bewussten Konsum ein, der zur Verbesserung der Produktionsbedingungen für Mensch und Umwelt bei der Textilherstellung beitragen soll.

Das Herzstück der Kollektion, ist ein gelber Bremsschirm aus dem Jahr 1972, der symbolisch für das „Ausbremsen“ der Fast Fashion steht und so ein Zeichen für die Slow Fashion setzt.

Auch heute widme ich mich dem Thema Nachhaltigkeit und arbeite als freischaffende Designerin unter diesen Gesichtspunkten.

Mein Name ist Alina Jörns, danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Annika Meyhöfer - Mediadesign Hochschule

JustBe!

Meine Ausbildung zur Damenmaßschneiderin ist ein wichtiger und prägender Aspekt für mich als Designerin.

Sie ermöglichte es mir während meines Designstudiums, an der Mediadesign Hochschule Düsseldorf, mit Formen, Farben und Materialien zu spielen. Textilien wurden für mich eine Art Leinwand an denen ich meine Ideen umsetzen konnte.

Darüber hinaus beschäftigte ich mich im Studium auch intensiv mit dem Zwiespalt zwischen der handwerklichen Tradition und dem innovativen Design, der entstehen kann, wenn beide Gewerke aufeinandertreffen. Zwiespalt war auch ein Thema meiner Bachelorkollektion: JustBe!

Ich beschäftigte mich mit der Frage wie das Bedürfnis nach Ästhetik das Grundbedürfnis nach Nahrung und Sicherheit außer Kraft setzen kann. Inspiriert wurde ich durch die Kongo Dandies: den Sapeurs. Ausgangspunkt ist ihr Dandy-Look, aber auch ihr Selbstbewusstsein, ihre Skurrilität und ihre fröhliche Lebenseinstellung flossen in die Kollektion mit ein.

Sie beschäftigt sich mit dem Individualitätsgedanken, die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit, zu sein wie man will, egal was Andere von einem denken: Just Be!

Deirdra Clarius - Mediadesign Hochschule

Generation Overloaded

Im digitalen Zeitalter von Social Media-Kanälen wie Facebook, Snapchat und Instagram werden die neuesten Trends der Modebranche von Meinungsmachern, den sogenannten Influencern, gesetzt und innerhalb von Sekunden in die ganze Welt verbreitet.

Besonders die Generation Y, die mit dem Internet aufgewachsen ist, legt viel Wert auf Selbstinszenierung im Netz und orientiert sich an Vorbildern, die ihr Leben und ihre Kaufgewohnheiten öffentlich mit ihrer Community teilen.

Die Kollektion widmet sich der Abhängigkeit und dem Konsum von neuer Kleidung sowie Social Media-Kanälen und deren Zusammenhänge. Der Titel „Generation Overloaded“ bezieht sich auf den Überfluss an Eindrücken und Luxusgütern im aktuellen Zeitalter.

Definiert werden die Outfits der Kollektion nicht durch gemeinsame Key-Elemente im eigentlichen Sinne, sondern durch den individuellen Einsatz von Elementen des Kaufkonsums sowie Elementen der Social Media-Kanäle.

Manou van Dijk - Mediadesign Hochschule

Up[to]date

Don´t put a limit on it and recreate

… ist mein Appell an euch. Ich, Manou van Dijk, liebe es als Designerin Lösungen für Probleme zu finden. Dazu hinterfrage ich Themen wie das Altern und den Modekonsum. Mit meiner Leidenschaft für Innovation möchte ich an Konzepten arbeiten, die nachhaltig Verbesserungen bewirken und mit denen die Zukunft gestaltet werden kann.

Ich habe das Glück, eine neugierige, offene und lebensfrohe Großmutter und Großtante zu haben, die mir neue Perspektiven im Hinblick auf Mode für den MENSCHEN gegeben haben. Mode sollte für uns alle zugänglich sein. Inklusivität im Zusammenhang mit dem Alter und Mode ist ein noch recht neues Themenfeld.

Meine Bachelorarbeit untersucht die Bedürfnisse von Frauen ab 65 in Bezug auf die Passform, den Tragekomfort sowie die Ästhetik ihrer Kleidung. Mode und Jugendlichkeit sind eng miteinander verbunden und Teil unserer Werte und kulturellen Erwartungen. Welche Konsequenzen hat dies für die Kleidung, die wir tragen möchten? Und was sollten Designer berücksichtigen, um die Wünsche von Frauen zu erfüllen?

Die Arbeit soll Frauen die Angst nehmen, den Anschluss zu verlieren oder für die Gesellschaft „unsichtbar“ zu werden. Sie ist als ein Appell an die Industrie gerichtet, auch für Frauen ab 65 dem Zeitgeist entsprechende Kleidung anzubieten. Wir sollten die Chancen einer silver society erkennen und den „älteren Markt“ neu denken.

Let age inspire us.

Die Modebranche ist eine Branche voller Ambivalenzen- mit all den Herausforderungen, die dies an Designer stellt. Mit meiner Leidenschaft für Innovation möchte ich an Konzepten arbeiten, die nachhaltig Verbesserungen bewirken. Wir sprechen über Inklusivität, vergessen dabei aber die Älteren. In meiner Bachelorarbeit habe ich einen Schwerpunkt auf inklusive und funktionale Mode gelegt, um genau dieses Thema anzugehen.

Ich möchte unsere Zukunft gestalten, indem ich den Dialog suche, aktiv zuhöre und so Probleme aufdecke und diese durch Austausch und Zusammenarbeit löse.

Aktuell arbeite ich für change-room.org, eine Netzwerk- und Bildungsplattform aus Düsseldorf, die sich für mehr Nachhaltigkeit und Innovation in der Modebranche einsetzt. Hier arbeiten wir unter anderem an einem Circular Fashion Projekt, das Menschen dabei unterstützt, ihre Kleidung länger zu tragen und zu pflegen. Damit soll langfristig ein Umdenken angestrebt werden. Menschen sollen ihre Kleidung umsichtiger behandeln und ihre Makel lieben lernen. So können Konsumenten für sich selbst und die Umwelt etwas Gutes tun.

In einem Satz: Lasst uns aufmerksam sein, gemeinsam kreativ werden und im Dialog nachhaltige Veränderung anstreben.

Alisha Schnaas - Mediadesign Hochschule

INFERNO

Ich bin Alisha Schnaas. Kunst und Design waren schon immer ein essentieller Faktor in meinem Leben. Nach meinem Abitur am Landeskunstgymnasium Rheinland-Pfalz, stand gar nicht zur Debatte etwas anderes als Modedesign zu studieren.

Die Mode stellt für mich eines der stärksten Kommunikationsmittel dar. Sie bietet eine Plattform des Facettenreichtums. Ob Künste, Kulturen, gesellschaftskritische Thematiken oder politische Statements. Bewusst und oder unbewusst inszeniert, lassen sich jegliche Haltungen, Inspirationen, Gedankenansätze und Ideen auf eine individuelle Art verkörpern.

Sie können basierend auf Subjektivismus eines jeden Betrachters eine Vielzahl an differenzierten Ansätzen aus nur einer Handlung erzeugen und Raum für Vielseitigkeit bieten.

Mit meiner Bachelorarbeit „Inferno“ habe die Mode als stilistisches Mittel zur beispielhaften Darstellung möglicher, komplexer Zusammenhänge des Krankheitsbildes Sucht, explizit am Beispiel der Anorexie. Es ist ein körperbezogenes Thema, das oftmals vermeintlich verboten wirkt in der Gesellschaft.

Dabei spielt diese Thematik und die, der Körperhaftigkeit und Selbstwahrnehmung bis hin zur Genderorientierung schon immer eine gewichtige Rolle - ob in der Kunst, im Design, der Medizin...

Ziel von ‚Inferno‘ ist die Veranschaulichung der psychischen und philosophischen Blickwinkel, nicht nur der physischen, und soll Spielraum zur Erkenntnis liefern.

Meine Vision der Mode ist wortlosen Themen Gehör zu verleihen. Die Nominierung für den Münchner Modepreis 2020 hat mich dem ein Stück näher gebracht. Nachdem ich ein Jahr in Berlin verbracht habe, verfolge ich aktuell meine Ziele in der Nähe von Frankfurt.

Athina Schulz - Mediadesign Hochschule

Utopia Romantikum

Mode bietet für mich die Möglichkeit, über das alltägliche Produkt hinaus den Zeitgeist zu erfassen und gesellschaftliche Identität mit Substanz zu schaffen.

Mein Name ist Athina Schulz und ich habe im März 2020 mein Bachelorstudium an der Mediadesign Hochschule absolviert. Praktische Erfahrungen durfte ich unter anderem bei Viktor & Rolf in Amsterdam, bei Bogner in München und auf verschiedenen Fashion Shows sammeln.

In meiner Bachelorarbeit habe ich untersucht, welchen Einfluss die Epoche der Romantik auf unser heutiges Nachhaltigkeitsstreben hat. Die Kunst und die Literatur, insbesondere die Märchen dieser Zeit dienten als Inspiration für die Kollektion, welche aus Stoffresten genäht und mit natürlichen Materialien gefärbt wurde.

Auf die nachhaltigen Ansätze dieser Arbeit würde ich während meines Masterstudiums gerne aufbauen und durch die Spezialisierung auf Strickdesign experimentelle Entwürfe kreieren. Mein Ziel ist es, dazu beizutragen die Welt durch nachhaltige Kleidung und Konzepte ein Stück besser zu machen und zu einer innovativen Zukunft beizutragen.

Jana Hermann - Mediadesign Hochschule

Love Hurts

Gravierende Emotionen und außergewöhnliche Details meiner Umgebung sind ausschlaggebende Aspekte meiner kreativen Arbeit. Somit wurde meine Abschlusskollektion Love Hurts nicht unerheblich durch meine Erfahrungen während meines Praktikums bei palmer//harding in London und der Stadt selbst beeinflusst.

Die visuelle Stimmung meiner Kollektion ist durch die wilde, bunte und ausgelassene Stimmung der Street-Art geprägt. Diese Referenz besteht sowohl in der Farbgebung als auch in der Verwendung verschiedener Drucktechniken auf der Kleidung.

Die Kollektion ist auf emotionaler Ebene von den überwältigenden und schmerzhaften Gefühlen inspiriert, die der Tod geliebter Personen in uns zurücklässt. Auch wenn dieser Aspekt zunächst kontrovers gegenüber dem der Lebendigkeit der Street-Art steht, ist diese Kollektion ein Zeichen dafür, in der unendlichen Trauer etwas Positives zu finden.

Denn ist der unendliche Schmerz nicht ein Zeichen dafür, dass wir den Menschen wirklich geliebt haben?

Im Anschluss an meinen Abschluss an der Mediadesign Hochschule in München konnte ich mein Fachwissen während eines Trainee-Programms im Bereich Mode vertiefen und bin zurzeit als Grafikdesignerin tätig.

Tanja Salem - Mediadesign Hochschule

LOSGELOEST

Tanja Salem- 1991 im idyllischen Rosenheim geboren und im Rheinland aufgewachsen. 2011 zog es die junge Designerin zurück in den Süden um dort ihr bayrisches Abitur zu erlangen. Im März 2019 absolvierte sie erfolgreich ihr Studium in Modedesign an der Media Design Hochschule in München. Bereits vor ihrem Studium überzeugte sie durch ihre Kreativität und Präsentationsfähigkeit. So erhielt sie ein Stipendium, das ihr das Studium ermöglichte. Während ihres Praxissemesters zog es sie in die Modemetropole New York City, wo sie im Couture Department beim renommierten Modehaus Marchesa intensive Einblicke in die internationale Modeindustrie gewinnen durfte.

Ihre Abschlusskollektion ´´LOSGELOEST´´wurde ausgezeichnet als Beste ihres Jahrgangs und verschaffte ihr die Nominierung für den Münchner Modepreis im März 2020. Dort konnte sie die Fachjury von sich überzeugen und ging als Drittplatzierte neben ihren acht Mitkonkurrenten hervor. Nach ihrem Abschluss arbeitete die Designerin im Accessoire Bereich beim Münchner Modehaus Hallhuber und konnte so eine kommerziellere Herangensweise und den Austausch mit Lieferanten kennenlernen.

Im Februar 2020 entschied sich die Designerin zur Selbstständigkeit und gründete ihr eigenes Atelier in der oberbayrischen Stadt Bad Aibling. Von dort aus nahm sie Auftragsarbeiten an und produzierte Masken. Bereits im Sommer 2019 wurde die Vancouver Fashion Week auf die Designerin aufmerksam und lud sie ein im April 2020 ihre Mode dort vor einem internationalen Publikum zu präsentieren. Durch die weltweite Pandemie verschob sich ihre Teilnahme um ein Jahr.

Derzeit wohnt und arbeitet die Designerin im rheinländischen Moers und befindet sich in der Gründunphase ihres eigenen SlowFashion-Labels.

Anna Louise Droemont - Hochschule Niederrhein

Information Overload

Mein Name ist Anna Droemont, ich bin Studentin der Hochschule Niederrhein und habe dort die Studiengänge Bekleidungsmanagement und Design-Ingenieur mit Schwerpunkt Mode absolviert. Aktuell studiere ich im Master Textile Produkte - Design.

Ich bin der Meinung, dass Modedesigner nicht nur ästhetisch ansprechende Kleidung entwerfen sollten, sondern mit ihrer Mode auch aktuelle Themen aufgreifen um die Betrachter zum Nachdenken zu bringen. Bekleidung bietet neben ihrer schützenden Funktion auch die Möglichkeit von nonverbaler Kommunikation und persönlichem Ausdruck. Deswegen bin ich immer auf der Suche nach neuen Ideen mit gesellschaftsrelevantem Bezug und finde Inspirationen in Thematiken wie „Anthropozän“ oder „Transhumanismus“.

In meiner Bachelorarbeit habe ich mich mit „Information Overload“ auseinandergesetzt. Diese Arbeit untersucht Ursachen und Auswirkungen des Informationsüberschusses in der Gesellschaft, sowie Folgen der modernen Mediennutzung. Aus neurologischen Gründen ist der Mensch nicht in der Lage ein Übermaß an Informationen aufzunehmen, dadurch kann es zu Überforderung und Stressreaktionen kommen, wenn ein Gefühl des Informationsüberschusses eintritt.

Ob es in der Gesellschaft eine Informationsüberflutung gibt ist nicht ausreichend wissenschaftlich belegt. Dennoch hat sich - bedingt durch Digitalisierung und moderne Kommunikationsmedien - die Menge an Informationen mit denen der Mensch täglich umgehen muss deutlich vergrößert. „Information Overload“ sorgt für zahlreiche Risiken, die nicht vernachlässigt werden sollten, jedoch ist diese Menge an gesammelten Informationen zugleich ein bisher nie dagewesenes Privileg.

Die vom Thema inspirierte Modekollektion, verarbeitet gesammelte Erkenntnisse und Empfindungen bezüglich „Information Overload“. Sie ist in die zwei Teilkollektionen Overload und Underload unterteilt. In der ersten Teilkollektion wird zwecks Einsatz von Drapage und Volumen die Überladung durch Informationen thematisiert. Sie steht für ein aktives Annehmen von Informationsüberflutung sowie für Wachstum, was durch die moderne Kommunikationsgesellschaft möglich wird.

Die Kleidungsstücke sollen dabei mittels Lagenlook und widerstandsfähigen Materialien vor Überforderung schützen und ihren Trägern ein Angehen und Bewältigen von großen Informationsmengen ermöglichen. Im Zeichen der Vernetzung wurden außerdem Drapage- und Verschlusslösungen aus Kabelelementen eingesetzt.

Die zweite Teilkollektion dagegen steht für Rückzug und Erholung. Ihre Träger können durch das minimalistische Design zur Ruhe finden und Kraft schöpfen. Hierfür wird in der Designstrategie bewusst reduziert und ausgespart. Daneben stehen transparente sowie glänzende Stoffe für Klarheit. Außerdem symbolisieren dezente Wicklungen, Bänder und Falten Schutz und Geborgenheit. Durch ein gezieltes Ausbrechen aus dem hektischen Alltag wird es so wieder möglich diesem gestärkt entgegenzutreten.

Beide Teilkollektionen sind so angelegt, dass sie sich auch untereinander individuell kombinieren lassen um die verschiedenen Welten zu mischen. Dies passt zur realistischen Situation in der heutigen Gesellschaft, in der es nicht möglich ist sich komplett vor Informationsfluten zu verstecken, wobei aber eine kritische und hinterfragende Einstellung beibehalten und eingeplant werden sollten.

Gia Phuc Trinh - Hochschule Niederrhein

Graduate in Spe

Meine Arbeit zeigt, wie die zukünftige Form von Männlichkeit aussehen kann.

Das ursprüngliche und gesellschaftliche Bild des Mannes ist spätestens seit 1968, der Kulturrevolution – dem neuen Zeitalter der Empfindsamkeit – einem stetigen Wandel ausgesetzt.

Die Grenzen zwischen den Geschlechtern verschwimmen mehr und mehr. Warum also nicht auch in der Mode mal Gesetze brechen?

Das von mir entwickelte Kleid vereint schnitttechnische Elemente aus DOB und HAKA. Die Basis bildet ein Herrengrundschnitt, welcher mit DOB-Elementen ergänzt und verändert wurde.

Die Arbeit ist inspiriert von Billy Porters Smoking Kleid, designt von Christian Siriano.

Gia Phuc Trinh studiert an der Hochschule Niederrhein und ist Graduate in Spe. Er hat die Verantwortlichen der Hochschule und uns so begeistert, dass wir seinen Entwurf hier zeigen.

Joline Kaumanns - Hochschule Niederrhein

HOMMAGE AN DEN ZWISCHENRAUM

„Hommage an den Zwischenraum“ widmet sich der visuellen Entstehung und Bedeutung von Zwischenräumen.

Die Farben- und Formensprache dient als Inspirationsgrundlage der Kollektion. Der „leere“ Raum bleibt oftmals vom Menschen unbeachtet und tritt in den Hintergrund der Wahrnehmung.

Durch die Kollektion soll die Bedeutung des Zwischenraums hervorgehoben werden.

Über mich

Mein Name ist Joline. Geboren und aufgewachsen bin ich in meiner Heimatstadt Köln.

Im Herbst 2020 habe ich den Design-Ingenieur Mode an der Hochschule Niederrhein absolviert und im Anschluss den Master Textile Produkte Design begonnen, um meine Ausbildung dort fortzusetzen und meine Kenntnisse zu erweitern.

Die Umsetzung von einem Entwurf zu einem Produkt und das Ineinandergreifen von Design und Technik hat mich schon immer fasziniert. Im Vordergrund meiner Inspiration steht die Entwicklung einer besonderen Formensprache und die Möglichkeit, oftmals unbeachteten Themen eine visuelle Plattform zu geben.

Bei meinem Praktikum bei Art for Art konnte ich zusätzliche Erfahrungen im Bereich Kostümbild an der Wiener Staatsoper und der Volksoper in Wien sammeln.

Kamil Demirov - Hochschule Niederrhein

#Dualismus

Mein Name ist Kamil Demirov, ich bin Roma und deutsch - Geboren und aufgewachsen in Düsseldorf.

Der Weg zur Mode führte über eine sehr fantasievolle Kindheit, die begleitet worden ist mit Verkleidungen und sehr vielen Schneidern in meiner Familie. Da Mode und Kunst immer treue Begleiter waren, war es keine Überraschung, dass ich 2015 staatlich anerkannter Fashion Designer geworden bin.

Meinen Abschluss habe ich auf der Privaten Modeschule in Düsseldorf gemacht. Anschließend begann ich mein Studium an der Hochschule Niederrhein als Design-Ingenieur mit dem Schwerpunkt Mode und schließe dieses im Januar 2021 ab.

Die Bachelor-Kollektion und auch meine vorherigen Arbeiten beziehen sich immer auf soziologische Themen. Meine Abschlussarbeit thematisiert die Einflüsse von sozialen Medien auf Mode mit der Berücksichtigung von visueller Bildsprache, der Kommunikation, Mode als interkulturelles Produkt, sowie die kulturellen und technologischen Entwicklungen im 20. und 21. Jahrhundert. (Bachelorarbeit Titel: Social Media Einflüsse in der Gesellschaft des 21. Jahrhundert: Mode und virtuelle Kommunikation als Reflexion der modernen Persönlichkeit)

Der Dualismus steht für das Verhalten in der Realität und der Virtualität. Die Kollektion spielt auf verschiedenartige Verhaltensmuster an und erklärt diese in ihrer Morphologie und ihrer Farbgebung.

Beispielsweise die Oversize Silhouette stellt die Gesellschaft auf Social Media dar. Denn viele User stellen in ihren Stories ihr Leben größer dar, als es in Wirklichkeit ist. Sie bauschen die Ereignisse und ihren Lebensstil auf, ganz nach dem Motto: Hast du nichts, bist du nichts.

Durch Bänder, Gurte und Gummikordeln werden Einschnürungen erzielt. In erster Linie sind Einschnürungen unangenehm, sie sind eine Metapher für die Etiketteneinhaltung oder anders ausgedrückt, sie sind das moderne Korsett. Dieses moderne Korsett steht für Anbindung/Ankettung an soziale Medien und die dazugehörigen Endgeräte.

Außerdem stehen sie für Fetischismus und die Zwänge, denen man ausgeliefert ist, auf sozialen Medien perfekt und politisch korrekt zu sein. Einige der Bänder und Gurte hängen an der Kleidung herunter, diese symbolisieren die Vernetzung, die an den Körper gebunden ist, da Smartphones immer in Hosentaschen oder an Ketten an den Hälsen oder Schultern der Menschen hängen, wie ein Accessoire.

Ebenfalls symbolisiert es die Ankettung von Mensch und Smartphone an die Steckdose, wenn das Smartphone am Laden ist. Der Symbolcharakter in der Materialität und Farbe können auf ähnlichen Bereichen des virtuellen Verhaltens gedeutet werden. - Kommen Sie auf ihre Bedeutung? #ThinkingIsTheNewBlack

Magdalena Keller - Hochschule Niederrhein

A complex matter

„A complex matter“ ist eine multidisziplinäre Abschlussarbeit an der Schnittstelle von Technik, Ethik und Design.

Es geht um das Dilemma des geerbten Pelzmantels, um Großmütter, Marderhunde und das zutiefst polarisierte Zeitgeschehen. Ich beantworte die Fragen wie man ein nachhaltiges Garn aus Pelz herstellt und wie man es trägt.

Über mich

Mir persönlich ist es ein Anliegen, mich für eine nachhaltigere Modewelt einzusetzen.

Gerade in der Textil- und Bekleidungsindustrie mit der ihr inhärenten Schnelllebigkeit, dem enormen Ressourcenverbrauch, den oft fraglichen Arbeitsbedingungen und den resultierenden Umweltbelastungen sehe ich enormes Potential zur Verbesserung.

Wie es meiner Abschlussarbeit zu entnehmen ist, interessiere ich mich für die Erforschung und Etablierung ressourcenschonender Materialien und Prozesse sowie für die Implementierung von zirkulärem Design.

Diesem Interesse folge ich seit meinem Bachelorstudium des „Textile and Clothing Management“ an der Hochschule Niederrhein, im Laufe dessen ich mir in Spinnerei, Weberei, Strickerei und Veredelungslabor einen fundierten Einblick in die Prozesse der textilen Kette verschaffen konnte.

Nach dieser Einführung vertiefte ich zunächst meine Kenntnisse im Bereich Schnitt und Entwurf und absolvierte eine Weiterbildung zur staatlich geprüften Modellmacherin an der Deutschen Meisterschule für Mode, um anschließend das Gelernte im Masterstudium im Fach „Textile Produkte ‒ Design“, ebenfalls an der Hochschule Niederrhein, anzuwenden.

Zuletzt beschäftigte ich mich im Kontext meiner Abschlussarbeit mit der Entwicklung eines Garnes aus alten Pelzmänteln, welches ich daraufhin zu eigens entworfenen Textilien und schließlich einer uneingeschränkt nachhaltigen Modekollektion weiterverarbeitete.

Nany Reich - Hochschule Niederrhein

The Illusion of Shape

Meine Faszination für Textilien verfolgte ich zunächst im Textildesignstudium, doch schnell wurde mir klar, dass für mich auch die Technik der Textilproduktion eine wichtige Rolle spielt.

Der Studiengang des Design-Ingenieurs im Bereich Textil stellte diese Verbindung für mich her. Im Masterstudiengang „Textile Produkte Design“ lernte ich die digitale Gestaltung von Kleidung und Textilien kennen und lieben.

Für mich liegt dabei die Faszination in der Gestaltung nachhaltiger und farbenfroher Designs besonders im Hinblick auf die Gestaltung des Textils am Körper.

Als Design-Ingenieur spielt für mich die Verbindung aus Design und Technik eine wichtige Rolle.Diese erforsche ich gerne auch mit neuen Techniken wie der 3D-Simulation.

Mein persönlicher Fokus liegt dabei auf der Gestaltung der Textilien und dem Zusammenspiel von Form und Farbe am Körper. Meine Abschlusskollektion „The Illusion of Shape“ greift dieses Thema auf, gepaart mit der Idee des Zero Waste Designs als nachhaltige Designstrategie.

Theresa Hofmann - Hochschule Niederrhein

130 BPM

examines the influence of German Techno Culture in the underground scene in Seoul, Korea.

Having experienced the development of Seoul‘s Underground Techno in recent years and the influence of German Techno history on the scene while living in Korea, the focus is to understand the dispatchment of the participants from their parents‘ generation, their admiration for German Techno, clash of (sub)cultural identities, upbringing, and the resolving impact on their fashion.

The research is based on qualitative interview analyses, daily interactions and field observations in both- the German and Korean techno scenes, as well as on the history of Techno music.

Nach einem Psychologiestudium an der Universität Köln, entschied ich mich für einen Wechsel in den Studiengang des Modedesign Ingenieurwesens.

Für mich ist Mode ein Zusammenspiel, in dem Funktion eine genauso große Rolle spielt, wie das Design an sich. Das Studium des Design-Ingenieurs ist ein hybrider Studiengang aus Textiltechnik und Design, was mir die Möglichkeit gab, mein Interesse im Bereich Materialien und aller Art von textilen Innovationen zu vertiefen.

Für mich ist es wichtig, nicht nur „schöne“ Kleidung zu entwerfen, sondern auch die Prozesse der gesamten textilen Herstellungskette zu verstehen und anwenden zu können.

Innerhalb meines Studiums fokussierte ich mich u.a. auf Printentwicklung und industrielle Stricktechnik an computergestützten Maschinen.

Während eines Auslandsstudiums an der International Graduate Design School der Hongik University in Seoul, Südkorea konnte ich dann eine komplett andere, sehr freie Herangehensweise an Design kennenlernen. Dort bot sich mir die Möglichkeit, neue Kompetenzen zu erwerben und meine Fähigkeiten, vor allem in Bezug auf experimentelle Herangehensweisen, zu erweitern.

Neben meinem Praktikum bei Adidas im Bereich Advanced Creation Apparel, konnte ich zusätzlich bei Vagabond Shoemakers in Schweden Erfahrungen im Bereich Schuhdesign sammeln.

Seit meinem Abschluss arbeite ich als Assistant Designer bei Y-3 Adidas Yohji Yamamoto.

Katerina Amprazi - Hochschule Niederrhein

postMONTAN

postMONTAN - Eine Region die über Jahrzehnte vom Bergbau und der Stahlindustrie geprägt wurde; das Ruhrgebiet. Ein polyzentrischer Ballungsraum, die ständige Präsenz von Kohle und Stahl, eine Ansammlung von Fördertürmen und Halden und vieles mehr.

So entstand die Kollektion postMONTAN, als Umgang mit dem kulturhistorischen Erbe.

Gestrickt wurde die Kollektion aus Merinowolle, Hanf und einem Effektgarn aus Seide und Stahl, für den besonderen Glanz. Aus Vergangenen wurde etwas Zukünftiges.

Über mich

Nach meinem Bachelor Abschluss in Modedesign an der HAW Hamburg, machte ich meinen Master Abschluss an der Hochschule Niederrhein im Bereich Textile Produkte mit dem Schwerpunkt Design. Die Hochschule Niederrhein bot mir besonders meine Leidenschaft für Strickdesign zu vertiefen und meine Kompetenzen in diesem Bereich zu verbessern.

In meiner Arbeit als Tutorin konnte ich andere Studierenden unterstützen und mein Wissen mit ihnen teilen. Meine Kreativität stellte ich als Finalistin des internationalen Strickwettbewerbs „Feel the Yarn“ auf der Pitti Immagine Filati in Florenz unter Beweis. Später wurde mein gestricktes Ballkleid aus meiner Abschlussarbeit, von der Jury ausgewählt, sodass ich es 2019 auf dem Bundespresseball in Berlin tragen durfte.

Während meines Studiums nutze ich die Zeit, um einen Einblick in die Modewelt zu bekommen und machte ein Praktikum bei Vivienne Westwood in London. Das Bedürfnis mehr über Strickprogrammierung zu lernen, führte mich in die Strickerei Bache Innovative nach Rheinberg, wodurch ich in dem Adidas „Knit for you“ Store in Berlin arbeiten konnte.

Vor dem Masterabschluss machte ich noch einen Erasmusaustausch bei dem öko-fairen Modelabel Mila.Vert, in Slowenien und unterstütze das Label anschließend auf der NEONYT.

Jetzt arbeite ich als Stricktechnikerin und Designerin in der Digitalen Strickmanufaktur in Krefeld und bin glücklich darüber, meine im Studium gelernten Fähigkeiten, im ersten „richtigen Job“ anwenden zu können. Mein Ziel ein eigenes Modelabel zu gründen, war der Anlass Modedesign zu studieren.

Das Ziel bleibt bestehen, nur der Weg ändert sich.

Ecehan Altikardes - Hochschule Pforzheim

HUMALIENOID

Verstecken ist eine Option, seine Andersartigkeit mit Stolz zu tragen ist eine andere:

Die Kollektion „HUMALIENOID“ zeigt das Szenario Außerirdischer, die auf unsere Erde kommen, um unbemerkt unter uns zu leben. Sie versuchen, uns Menschen nachzuahmen, sehen und interpretieren unsere Kultur auf ganz eigene Art und versuchen, dies in ihrer Version des Menschseins wiederzugeben.

Sie entscheiden sich gegen das Anpassen im Sinne eines Versteckens und für das Tragen ihrer Andersartigkeit mit Stolz. Es sind die fremdartigen Formen, die uns doch vertraut wirken.

Schwarz für das Unbekannte, thermochrome Farben für ein Mittel der Tarnung, Neon für die Rebellion.

Franziska Goll - Hochschule Pforzheim

sending flowers

Eine Auseinandersetzung zwischen dem Menschen und seiner Ikone: was der Mensch als Ikonen definiert und was er auf sie projiziert.

In der Definition der Ikone als Sehnsucht behandelt „sending flowers“ die drei stärksten Sehnsüchte des Menschen: Selbstverwirklichung, Liebe und Sinnhaftigkeit. Es ist dem Menschen ein Bedürfnis, diesen Sehnsüchten näher zu kommen und sie zu erreichen – bis hin zur Obsession.

Dabei lässt man seine eigene Identität und das eigene Wesen außer Acht. Es entsteht ein innerer Zwang, die Perfektion der Ikone selbst zu erreichen. Durch die Kollektion in der Inszenierung lösen sich Ikonen auf, sie sind eine Hülle.

Es geht nicht darum, einer Hülle nachzueifern, sondern seinen eigenen, individuelle Sehnsüchten und Wünschen. Den eigenen Wert erkennen, die Hülle loslassen. Es ist keine Zerstörung, sondern ein Abschied von der zu perfekten Ikone.

Friederike Bischoff - Hochschule Pforzheim

[weiter.reichen]

Neu ist gleich Alt und Alt ist gleich Müll. Innerhalb kürzester Zeit werden Dinge weggeworfen, ausgetauscht und ersetzt.

Das Ziel für die Zukunft sollte aber sein, gar keinen Abfall mehr zu produzieren. Es braucht ‚Auf-stieg‘ statt ‚Ab-fall‘. [weiter.reichen] sieht Alles als Grundmaterial mit viel Potential. Durch eine ästhetische Überarbeitung des ‚nicht mehr Gebrauchten’ wird diesem nicht nur zu mehr Wertschätzung, sondern auch zu neuem Nutzen verholfen.

Weiterreichen ist Weiterleben. Weitergereichte Materialien tragen zudem eine emotionale Ebene in sich: Sie tragen Geschichten aus einem Vorleben in sich. [weiter.reichen] beschäftigt sich exemplarisch mit vier Materialgruppen: Pflanzen, Keramik, Holz und Textil.

In dem entstandenen Shopkonzept sind Wissensverbreitung und Anleitungen zur Selbstbefähigung ausschlaggebend. – Wir müssen mehr weiter reichen, damit unsere Ressourcen weiter reichen!

Janina Reindl - Hochschule Pforzheim

RESETTLERS

Experten gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2048 der erste Mensch den Mars betreten wird. Damit fällt eine Mars-Landung in die Lebensspanne der jetzigen Generation.

Doch die Vision von Weltraum-Unternehmern geht weit über den Mars hinaus. Sie träumen von einem vollständig autarken Wirtschaftskreislauf im All und von einer Menschheit, die schon bald auf mehr als nur einem Planeten leben wird.

Sie träumen von Siedlern die umsiedeln – kurz: „RESETTLERS“.

Was wäre, wenn wir unsere Kleidung in einem Raumschiff im All herstellen würden? – Wie würde sie aussehen? Welche ästhetischen Regeln müsste man beachten? Was würde eine Generation von Weltraumnomaden tragen?

RESETTLERS ist ein interplanetares Designkonzept, eine multimediale Arbeit, die durch Simulation und Animation zwischen den Welten präsentiert wird.

Jonas Konrad - Hochschule Pforzheim

das neue blau

Ist es nicht an der Zeit, dass ‚Mann‘ sich von der bisher vorherrschenden Definition von Männlichkeit löst, sie erweitert und diversifiziert und damit das Blau neu definiert?

„das neue blau“ befreit sich vom derzeitigen Verständnis des ‚klassischen Blau‘ als Symbol des Männlichen und entwickelt davon ausgehend ein facettenreiches Spektrum, ohne sich in Gänze vom Blau zu lösen.

Die neue Eigenständigkeit in der Vielfalt von Blau ist jedoch nicht als Gegensatz zu oder als Ausschluss anderer Farben zu verstehen.

Mit Hilfe des Konzeptes des ‚degendering and recomposing‘ erschafft „das neue blau“ einen Bereich außerhalb der binären Unterscheidung von Männlichkeit und Weiblichkeit und bietet Kategorien und Konzepte für ein solches ‚Außerhalb’ an: Ein Außerhalb, in dem Blau nicht mehr nur blau ist, sondern auch grün, schwarz, gelb, beige, rosa, lila, orange, grau, pink, türkis, weiß, rot …

Martha Lilian Hupfauer - Hochschule Pforzheim

Des Kaisers neue Kleider

„Die Welt will betrogen sein – also werde sie betrogen“: Das scheint auf den ersten Blick die Kernaussage des Märchens ‚Des Kaisers neue Kleider‘ zu sein.

Es thematisiert sowohl menschliche Abgründe als auch die ihnen zugrunde liegenden Ängste, wie die Angst vor Ablehnung, Beschämung und dem Nicht-Dazugehören – somit auch die verborgenen Sehnsüchte nach Anerkennung, Bestätigung und Zugehörigkeit.

‚Des Kaisers neue Kleider‘ und die ‚Modewelt‘ erscheinen als ein Paradebeispiel für eine narzisstische Gesellschaft. Es kommt zu Selbstinszenierung, Maskierung, Fassadenhaftigkeit und Aufgeblasenheit.

Die Folgen der narzisstischen Charakterzüge im Märchen – sowie in der ‚Modewelt‘ – zeigen sich in den Konzeptansätzen der Kollektion: Die Täuschungselemente stehen für den Betrug im Märchen, aber auch für die (Selbst-)Täuschung des Individuums in der ‚Modewelt‘.

Rebar Aziz - Hochschule Pforzheim

Ludwig II

Ein ewig Rätsel will ich bleiben mir und Anderen. Ludwig, Märchenkönig von Bayern. Sein sagenumwobenes Leben und sein bis heute rätselhafter Tod im Jahr 1886 waren Ausgangspunkt für die Kollektion „Ludwig II“.

Es geht nicht um die geschichtliche Aufarbeitung der Lebensumstände, sondern vielmehr darum, hinter den Mythos, seine Leidenschaften und seine Lebensqualen zu blicken.

Jede Form, jeder Schnitt sind Unikate, die sich wahnhaft von herkömmlichen Körper- und Schnittsystemen emanzipieren und den Kontext Kleid vielfältig sprengen. Eingebaute Mechanismen – wie ein funktionierendes „Brunnenkleid“ mit geschlossenem Wasserkreislauf – zeugen von Ludwigs Faszination für technische Spielereien und mechanische Überraschungsmomente.

Entstanden sind groteske Kleiderskulpturen, die Ludwigs Besessenheit, seine Flucht vor der realen Welt, seine wahnhafte Fantasie textile Form annehmen lassen. Traumhafte Wesen jenseits der Zeit. Ein ewig Rätsel...

Rebar Aziz ist ITS-Finalist 2020.

Thomas Sterzer - Hochschule Pforzheim

Die Mitte von Zwei

Die Mitte von Zwei – Eine Auseinandersetzung mit dem Dazwischen.

In Zeiten, in denen Extreme die Überhand zu gewinnen scheinen, richtet sich die Intention dieser Arbeit auf die Überwindung von Spaltung, die sich zwangsläufig auf quantitativer, persönlicher Ebene ausdrückt.

Spaltung erfolgt zuerst auf quantitativer Ebene, die eigene Qualitative ist hier der Schlüssel. Diese Ebene ist individuell und in ihrer Maxime, so wie das Wort schon verrät: unspaltbar. Ein Hinabsteigen zur eigenen Qualität, unserer eigentlichen Individualität.

„Die Mitte von Zwei“ steht für einen individuellen Punkt in uns, der in seiner stetigen Veränderung immer wieder Neues, ein Gleichgewicht zwischen den Polaritäten erzeugt und diese dadurch miteinander verbindet. Klang, Rhythmus, Bewegung und Form.

Ein Einstieg in das eigene, unteilbare Muster, das Symbol.

Friederike Eißler - Hochschule Reutlingen

EMBRACING FEMALES

„The things we wrap ourselves with should be of empowering value rather than hiding.“ (Friederike Eißler)

EMBRACING FEMALES nimmt einige vermeintliche Makel des Frauenkörpers in den Blick. Diese überträgt Friederike Eißler in Oberkleidung und fordert Normen und Tabus heraus. Liebevoll und aufwendig arbeitet sie die eigensinnige Schönheit dieser sogenannten Makel heraus.

So tritt sie beispielsweise der selbstzerstörerischen Scham über Dehnungsstreifen entgegen, indem sie diese mit einem Blumenmuster zelebriert und via Bodysuit als zweite Haut tragen lässt.

Über mich

Meine Leidenschaft für Fotografie und Film brachte mich schon als Teenager mit Mode in Berührung. Um mehr Zeit in meine Begabung im gestalterischen Bereich zu investieren, verließ ich das Gymnasium in Nürnberg.

Der Auslöser dafür, dass ich Textil und -Modedesign in Reutlingen studiert habe, war ein Praktikum bei einer Täschnerin. Am Studium mochte ich die Balance von handwerklichem und digitalem Arbeiten.

Für mich muß Design nicht stumm sein. Als Designerin ist es mir wichtig, ethischen Aspekten eine Stimme zu verleihen. Unsere Zeit erfordert es, dass wir das Schweigen brechen und unsere Stimmen nutzen.

Auch wenn nicht alle immer verstehen, was hier vermittelt wird, ist es wichtig, gestalterisch Position zu beziehen. Die Menschen, denen das auch wichtig ist, werden das zu schätzen wissen. Bedeutsame Aussagen und Wirkungen können auch da entstehen, wo es weniger offensichtlich ist: zum Beispiel im reflektierten Umgang mit Farben.

Isabella Erdö - Hochschule Reutlingen

INTUITION

Wie Wahrnehmungen, Intuitionen und Ideen entstehen, das ist selbst für die Wissenschaft schwer nachzuvollziehen. Sie kommen oft in unbewussten Prozessen in die Welt.

Genau das passiert in Prozessen des Drapierens. Drapier-Techniken erfordern eine besondere Aufmerksamkeit dafür, wie das Material ‚spricht‘ – wie es sich legt und faltet.

Die Schnittführungen, die Isabella Erdö für INTUITION kreiert hat, speisen sich aus solchen Materialexplorationen. Sie ließ sich vom Stoff leiten und verlieh ihm eine eigene Stimme.

Über mich

Nach meiner dreijährigen Berufsausbildung zur Modedesignerin am Berufskolleg für Mode und Design in Stuttgart war ganz klar, dass ich meinem Faible für Mode weiter folge.

Im Modedesign-Studium an der Hochschule Reutlingen habe ich mich auf die Erstellung von innovativen Schnitten und Schnittdetails konzentriert. Es fasziniert mich, wie im freien Drapieren ein künstlerischer und gleichzeitig strukturierter schnitttechnischer Prozess zu überraschenden Ergebnissen führt.

Dieser Prozess steht im Zentrum meiner BA-Kollektion. Zu drapieren bedeutet, mit dem stetigen Wandel zu arbeiten. Das verbindet diese Technik mit der Modebranche an sich und mit meinem eigenen Weg: Eine kontinuierliche Perfektionierung aus der Bewegung heraus.

Katharina Schweizer - Hochschule Reutlingen

VENTURE

In Dunkelheit, Nacht und Nebel werden hier geheime Waren geschmuggelt und dort Kollektionen genäht.

VENTURE ist einerseits vom Schmugglerland Großbritannien mit seinen Küstenorten, Schmugglergeschichten und Schottenkaros inspiriert und andererseits von der Faszination für die Handwerkskunst der Herrenkleidung getragen.

Die Herrenkollektion spielt mit sichtbaren und unsichtbaren Verstecken. Falten, Taschen und Überlagerungen bieten Hohlräume für klandestine Waren.

Über mich

Nach der Fachhochschulreife mit dem Hauptfach Deutsche Gebärdensprache wartete ich auf einen Studienplatz, der mich zur DGS-Dolmetscherin qualifizieren sollte.

Aus Zeitvertreib reichte ich eine Mappe für Modedesign an der Hochschule Reutlingen ein. So stellte (s)ich die entscheidende Weiche in Richtung Mode.

Im Modestudium habe ich zwei Dinge für mich entdeckt: Zuerst die Herrenmode mit ihrer aufwendigen Handwerkskunst und Präzisionsarbeit. Im Praxissemester bin ich dann meiner Liebe für das Kostümbild begegnet.

Ich finde es absolut faszinierend, die besondere Persönlichkeit von Charakteren in der Kleidung widerzuspiegeln. Meine Abschlusskollektion, die in langen Nächten und mit viel Herzblut entstand, ist natürlich eine Herrenkollektion. Statt zur Gebärdensprache führt mich mein Weg ins Theater.

Marlon Ferry Hahn - Hochschule Reutlingen

CULTURAL CONSTRUCTION

Die Outfits von CULTURAL CONSTRUCTION sind Teil einer hochkomplexen, zukünftigen Kultur, die Marlon Ferry Hahn mit der Kollektion fiktionalisiert.

Die Komplexität und Ästhetik historischer Hochkulturen entstand durch die parallele Entwicklung von Kleidung, Architektur, Schrift und Töpferkunst.

In der Umsetzung seiner Kollektion interpretiert Marlon Ferry Hahn diese Elemente in Schnittentwicklung, Material und Entwurfsprozessen und vermittelt so die Welt seiner Fiktion.

Über mich

Aufgewachsen in einem Dorf in der Nähe von Stuttgart, begann ich 2017 intensiv mit dem Modedesign-Studium an der Hochschule Reutlingen. Weil ich die Verbindung von Handwerk und Kunst mochte, war es mir immer wichtig, Dinge abseits vom Computer zu machen.

Ironischerweise verbringe ich in der Modegestaltung schließlich doch die meiste Zeit am Computer, um meine Schnitte zu konstruieren. Dabei interessiert mich, wie ich klassische Schnittkonstruktion herausfordern kann und neue Lösungen und Formen finde.

In meinem Projektsemester in Kooperation mit der 3D-Akademie in Stuttgart habe ich mich zusätzlich auf 3D-Modellierung und den Umgang mit 3D-Druckern spezialisiert. Mit diesem ständig wachsenden Feld entwickeln sich auch meine Fertigkeiten stetig weiter. Es vervielfacht die Möglichkeiten, die mir für die Realisierung außergewöhnlicher Formen zur Verfügung stehen.

2019 zog ich für ein Praktikum nach Berlin. Aus geplanten fünf Monaten wurden anderthalb Jahre. Nach meinem BA-Abschluss geht es wieder nach Berlin, wo die nächsten Herausforderungen auf mich warten.

Nina Dembianny - Hochschule Reutlingen

SILK AFFAIRS

Nina Dembiannys Kollektion SILK AFFAIRS steht und fällt mit Vintage-Seidentüchern in leuchtenden Farben.

Diese Tücher könnten Geschichten erzählen. Begleitet von zartem Organza interpretieren sie in SILK AFFAIRS bahnbrechende Momente der Modegeschichte neu.

In Schnitt, Textil und Farbe analysiert Nina Dembianny diese ästhetisch-kulturellen Umstürze, akzentuiert sie mit Formen aus Unterwäsche und Bademode, betont die Schultern, aktualisiert das Korsett und spielt mit Nacktheit.

Über mich

[Und jetzt PINK.]

Vor dem Entwurf eines Outfits stelle ich mir meine Ideen an unterschiedlichen Personen vor. Zuerst sehe ich Farben. Leuchtende Farben. Wer würde welches Kleidungsstück zu welchem Anlass tragen? Welche Farben korrespondieren dazu?

Mich interessieren Farbkontraste zwischen lauten, offensiven Farben, die mich geradezu anleuchten. Es reizt mich, wenn zwei Farben miteinander kämpfen. In meiner Abschlusskollektion befasse ich mich mit revolutionären Momente aus der Geschichte der Mode und zerschneide für die Entwürfe knallbunte Vintage-Seidentücher.

Als eher schüchternes Kind liebte ich es, mich zu verkleiden und in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Mit dem was ich trug, drückte ich meine Persönlichkeit aus. Ich wollte am Liebsten täglich eine neue und andere Version von mir selbst präsentieren.

Diese Leidenschaft prägt mich als Designerin. In der Gestaltung meiner Outfits folge ich dem Grundsatz, dass ich alles selbst gern tragen würde. Das ist für mich essenziell.

Tobias Tammer - Hochschule Reutlingen

NIGHTCRAWLER

Nightcrawler ist von Disco-beeinflusster Musik inspiriert. Damen- und Herrenmode einschließend, verkörpern die Outfits das Nachtleben der New Yorker Club-Kid Szene.

In diesem Nachtleben dreht sich alles um das Erschaffen von Images und Selbstinszenierungen, die das Abtauchen in eine andere Welt ermöglichen.

Die Farbpalette vereint dunkle Töne mit knalligen Akzenten und aufwendig-verspielten Schnittführungen.

Über mich

Nach meiner Ausbildung zum Modedesigner an der Balthasar-Neumann-Schule in Bruchsal entschloss ich mich, dieses Fach in einem Studium zu vertiefen.

Dabei ist nicht unbedingt die Mode an sich meine Leidenschaft, sondern viel mehr das Erschaffen und Realisieren von Ideen. Das habe ich in den drei Jahren an der Hochschule Reutlingen zu meistern gelernt.

Nie hätte ich gedacht, dass ich so vieles dazu lerne und mir neue Sichtweisen aneigne. Aber in der Mode lernt man nie aus!

Meine Abschlusskollektion liegt mir mehr am Herzen, als alles Bisherige. Nach dem Studium möchte ich unbedingt meinen Weg in der Modebranche gehen. Meinen Stil empfinde ich als eine ausgeglichene Mischung aus gewagter Extravaganz und tragbarer Alltagsmode in hochwertiger Verarbeitung.