GRADUIERTE

Johanna Frahm - KHS Halle

RACING HEARTS

1989 in Ost-Berlin geboren und als Wendekind in der Berliner Einheit aufgewachsen. Mit 13 Jahren erfolgte die ungefragte, familiengelenkte Umsiedlung ins Thüringer Kleinstadt-Exil.

Die ländliche Umgebung hat meine Leidenschaft für Western geweckt. Nach fünfjährigem Aufenthalt in Jena samt Abitur und prägender Jugend folgte die Flucht zurück in die Hauptstadt.

Großstadt oder Land, eine Identitätskrise, die mich seitdem begleitet. Nach der Ankunft in Berlin folgte eine Ausbildung zur Maßschneiderin inmitten der Ku’dammer Schickeria. 2014 erneuter Perspektivenwechsel, diesmal nach Sachsen-Anhalt, um ein Modedesign-Studium an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle an der Saale zu beginnen.

2019 Bachelor oft Arts, sowie Studentin im Masterstudiengang Conceptual Fashion Design. Meine Arbeiten beschäftigen sich stets mit der Inszenierung von Identitäten, Individuen und ihren Subkulturen.

Die charakterliche Definition des Einzelnen zu seinem Umfeld mit Hilfe von Symbolen, Codes, Zeichen, Formen und Farben anhand seiner Kleidung ist ein wesentlicher Aspekt, dem ich mich immer wieder voller Faszination annähere und diesen durch die Gestaltung persönlicher Blickwinkel beantworte.

Philipp Fritsche - KHS Halle

Wesen

1993 im Nachwende-Dresden geboren, bis sieben im klassischen Plattenbau Prohlis und anschließend in idyllischer Haushälfte in Dresden Niedersedlitz aufgewachsen.

Seit Oktober 2014 studiere ich Modedesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und bin mittlerweile seit Januar 2019 Eigentümer eines Bachelor of Arts.

Seither bin ich im Masterstudiengang ‚Conceptual Fashion Design‘, ebenfalls in Halle, eingeschrieben und absolviere momentan ein Praktikum bei MALAIKARAISS in Berlin.

Hochwertige Textilien, handwerklich gute Verarbeitung und eigenhändige Veredlung der Materialien durch Siebdruck oder Stickereien sind Grundprinzipien meiner Kollektionen. Im Mittelpunkt steht immer ein Frauenbild – sei es empfindsam, herb, stolz, frei…

Am Ende bildet sich aus den einzelnen Arbeiten ein großes Gesamtbild: generell verliebt ins Detail, verspielt und doch nicht kitschig, hoffnungslos romantisch und trotzdem ernst, dramatisch, dabei aber stets elegant.

Sandra González Leal - KHS Halle

BRUCHGEFAHR

In meinem Perso steht: Ich bin deutsch.

In meiner Hose: Ich bin 40.

Im Internet: Ich bin Sala Rodriguez.

Eigensinnigkeit wäre eine zutreffende Beschreibung.

Zutreffend wäre auch, dass ich nicht gern über mich schreibe, sondern dass meine Arbeiten Narrative erzählen.

Um dennoch ein kurzes Bild von mir zu geben: Ich bin in Ostdeutschland sozialisiert, habe verschiedene Performances durchlebt: angestellt, selbstständig, Schülerin, Auszubildende, Hartz4-Empängerin, Studentin.

Karo ist mein Favourite, die schönste Verbindung, ein Muster, ein Treffen einer waagerechten und längsgerichteten Linie, ein Koordinatenpunkt, eine Begegnung im Raum.

Für mich gibt es keine Selbstverständlichkeiten wie Heimat, Identitäten und Normen. Mich beschäftigen Fragen über Intimität, Verletztheit, Schutz, Liebe, das Gesagte und das Unausgesprochene.

Pascal Konradi - KHS Halle

Hounds

Geboren und aufgewachsen in einer beschaulichen Stadt im idyllischen Süden Deutschlands, bin ich 2012 zum Studium an der Burg Giebichenstein nach Halle gezogen.

Über einen Umweg bin ich dann 2017 – nach zwei Gastsemestern in der Mode und dem Bachelor in Kommunikationsdesign – schließlich für meinen Master in die Modeklasse der Burg gekommen, den ich diesen Sommer abschloss.

Fokus meiner Arbeit ist ein persönlicher Blickwinkel auf ein sensibles, romantisches und zartes Männerbild. Klare Silhouetten greifen klassische Elemente der Herrenmode auf, in denen Zitate und Details der Damenbekleidung ihren Platz finden.

Material, Farbkonzepte und textile Veredelungen wie Stickerei oder Siebdruck unterstützen dabei den Gedanken des empfindsamen Mannes.

Lea Schweinfurth - KHS Halle

NOT_A_STUDIO

Mode ist beides zugleich für mich, “trouble and paradise”.

Mode als Vehikel für Selbstausdruck, Kommunikation und lustvolle Spielerei ist paradiesisch.Die Modeindustrie in ihrer Gesamtheit hingegen peinigend für Umwelt und menschliches Wohl.

Durch meinen Fokus auf Nachhaltigkeit in der Mode und die Entwicklung nachhaltiger Konzepte, die Nachhaltigkeit sowohl gestalterisch diskutieren, als auch Modeinteressierte und Konsument*innen aufklären, möchte ich aktiv am Zeitgeschehen mitwirken und Teil der Debatte über zeitgemäße und fortschrittliche Mode sein.

Ich bin Lea. Ursprünglich komme ich aus Frankfurt und absolvierte im Sommer 2019 meinen Master in Modedesign mit dem Projekt NOT_A_STUDIO an der Burg Giebichenstein in Halle. Zwischen meinem Bachelor- und Masterstudium lebte ich in Los Angeles und New York und arbeitete bei BERNHARD WILLHELM und EDUN.

Mein Interesse an nachhaltigen Konzepten und Inhalten entwickelte sich im Laufe meines Studiums und ist heute Fokus meines Schaffens und somit auch meines derzeitigen Projektes.

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Jung-Eun Yang - KHS Halle

2.5D (PROZESS von 2D zu 3D)

Ich begann mein Modedesign-Studium in Korea und absolvierte meinen Bachelor an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule in Halle.

Gleichzeitig arbeitete ich als Styling Assistentin bei Lookbook Fotoshootings für ‚Samsung Galaxy Suit Design‘ und war nebenbei als Modeberaterin bei A.P.C. tätig.

Zurzeit arbeite ich bei einem Haute Couture Label in Berlin, um weitere praktische Erfahrungen in Schnittkonstruktion, Drapieren, Design, Research und handwerklicher Arbeit zu sammeln. Bei der Vorbereitung für die Fashion Week konnte ich viele neue Erfahrungen machen.

Ich experimentiere und spiele gern mit Schnitt-Konstruktionen, Farben, Digital-Druck und handwerklicher Arbeit. Mit dieser Herangehensweise entwickelte ich meine BA-Kollektion ‚2.5D (Prozess von 2D zu 3D)‘.

Meine BA-Kollektion ‚2.5D‘ übersetzt ein Experiment, welches zeigt, wie Details im Prozess von 2D zu 3D am menschlichen Körper zum Ausdruck kommen können.

Isabelle Bosien - FH Bielefeld

wohin wolln die mich

Mein Name ist Isabelle Bosien und ich studiere im Master Mode an der FH Bielefeld.

Ich liebe es, frei zu drapieren und dabei mit Formen und Silhouetten zu spielen. Diese Aspekte sind für mich die wichtigsten bei meiner Entwurfsarbeit.

Dabei arbeite ich eher intuitiv und ein bisschen chaotisch. Mich inspirieren Emotionen und ihre Vielschichtigkeit und jede Kunst, die von diesen erzählt.

Außerdem interessieren mich Subkulturen, die Rolle der Mode darin und die Verbindung zur Musik. Vor allem faszinieren mich die Clubkultur und die New Romantics der 80er Jahre.

Sandra Eden - FH Bielefeld

DUALIS

Ich bin Sandra Eden.

Ich liebe es, frei zu drapieren und dabei mit Formen und Silhouetten zu spielen. Diese Aspekte sind für mich die wichtigsten bei meiner Entwurfsarbeit.

Mich fasziniert die Vielfältigkeit der Mode. Sie variiert je nach Region, Kultur und persönlichem Geschmack. Mir bereitet es Freude, diese Vielfalt zu entdecken und hieraus Neues zu schaffen, wie auch Wege zu finden, durch experimentelles Arbeiten bekannte Formen zu verändern.

Sowohl durch ein bewusstes System, aber auch durch praktisches Experimentieren und dem hiermit verbundenen Zufall entstehen neue interessante Formen und Silhouetten. Meine an der FH Bielefeld entstandene Bachelor-Kollektion DUALIS veranschaulicht dieses. Zwei gegensätzliche Stilrichtungen werden verbunden und neue Formen entstehen.

Romana Haake - FH Bielefeld

Coding Paradise

Das Elixier meiner gestalterischen Arbeit finde ich in Inspirationen aus Kultur, Kunst und Soziologie.Wobei die Übersetzung meiner Recherche in bestechende Farbkompositionen und Printdesigns für mich stets eine überaus wichtige Rolle spielt.

Neben diesen Aspekten beschäftigte mich in meiner MA Abschlusskollektion ‚Coding Paradise‘ aber vor allem der funktionell-nachhaltige Charakter von Kleidung und wie diese sich an die Bedürfnisse des Menschen durch Transformation anpassen kann, oder sich – oppositionell zum Begriff der klassischen Bekleidung – in rudimentäre Details und dekorative Drapagen auflöst.

Das Spiel zwischen ‚good taste – bad taste‘ und der Einbezug einer Computerästhetik, wie sie die Subkultur der Hacker ausmacht, führte zu einem Stil, den ich als ‚postdigitalen Funktionschic‘ bezeichnen würde und der signifikant für meine tüftlerische Art zu arbeiten ist.

Meinen BA und MA absolvierte ich in Bielefeld, wo ich lebe und neben meiner Selbständigkeit im druckgrafischen Bereich auch als Lehrbeauftragte an der Fachhochschule Bielefeld tätig bin.

In naher Zukunft zieht es mich allerdings in die Ferne, wo ich mir ein Anstellungsverhältnis bei einem Label mit starken Sportswear-Einflüssen und einer nachhaltigen Produktionskette wünschen würde.

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Rebecca Heine - FH Bielefeld

n´existent

Wir sind Dinara Nenortaite und Rebecca Heine, haben beide an der Fachhochschule Bielefeld Modedesign studiert und leben in Berlin.

Die Masterkollektion ‚n’existent‘ beschreibt den fragilen Moment der Erinnerungsbildung, bei dem die Erinnerungslücke zu einem sichtbaren Designelement einer Modekollektion wird.

Tragbarkeit und konkrete Silhouetten definieren die Kollektion. Sie übersetzt typisch feminine Formen der 1950er Jahre in eine Menswear Kollektion und verbindet sportliche und elegante Elemente zu einer spannenden Silhouettensprache.

Schon in unseren Bachelorarbeiten haben wir uns gegenseitig immer in unseren Kollektionsentwicklungen unterstützt und nun den Master genutzt, um die Zusammenarbeit auszubauen und zu einem festen Team zusammenzuwachsen.

Ich, Dinara, habe direkt im Anschluss an mein Studium begonnen, an der FH Bielefeld zu unterrichten und freue mich, meine Leidenschaft für Mode und Design weitergeben zu können. Rebecca arbeitet als Maßschneiderin und Designerin in Berlin.

Dinara Nenortaite - FH Bielefeld

n´existent

Wir sind Dinara Nenortaite und Rebecca Heine, haben beide an der Fachhochschule Bielefeld Modedesign studiert und leben in Berlin.

Die Masterkollektion ‚n’existent‘ beschreibt den fragilen Moment der Erinnerungsbildung, bei dem die Erinnerungslücke zu einem sichtbaren Designelement einer Modekollektion wird.

Tragbarkeit und konkrete Silhouetten definieren die Kollektion. Sie übersetzt typisch feminine Formen der 1950er Jahre in eine Menswear Kollektion und verbindet sportliche und elegante Elemente zu einer spannenden Silhouettensprache.

Schon in unseren Bachelorarbeiten haben wir uns gegenseitig immer in unseren Kollektionsentwicklungen unterstützt und nun den Master genutzt, um die Zusammenarbeit auszubauen und zu einem festen Team zusammenzuwachsen.

Ich, Dinara, habe direkt im Anschluss an mein Studium begonnen, an der FH Bielefeld zu unterrichten und freue mich, meine Leidenschaft für Mode und Design weitergeben zu können. Rebecca arbeitet als Maßschneiderin und Designerin in Berlin.

Kristina Koslow - FH Bielefeld

Äyel - Mulher

Nachdem sich unsere Wege schon ein paar Mal zufällig gekreuzt hatten, fanden wir vor 5 Jahren bei der Organisation einer Ausstellung zusammen.

Seit dieser ersten Zusammenarbeit haben wir den restlichen Weg an der FH Bielefeld gemeinsam begangen, Projekte auf die Beine gestellt und Kollektionen kreiert.

Neben einem ähnlichen Verständnis für Ästhetik und einer übereinstimmenden Vorstellung von Mode und ihrer Welt, haben sich auch unsere privaten Interessen seit jeher überschnitten, so dass wir sowohl politisches Interesse als auch ehrenamtliches Engagement zusammen bestreiten konnten.

Eben diese politischen und gesellschaftlichen Themen, die uns im Privaten berühren, sind uns auch in Hinblick auf unsere Arbeit in der Mode wichtig. Zu den zentralen Themen unserer Masterkollektion ‚Äyel – Mulher‘ (kasachisch: Frau*; portugiesisch: Frau*) zählt daher die Auseinandersetzung mit sexistischen Strukturen im Kunst- und Modebereich.

Wir sind insbesondere auf Bewegungen, wie die der Guerilla Girls, und Texte, wie dem 1971 von der Kunsthistorikern Linda Nochlin veröffentlichten Essay "Why Have There Been No Great Women Artists", eingegangen.

Im Kontext der Mode rückte für uns der Mythos um das männliche Designergenie in den Fokus, den oftmals als Darling oder auch Wunderkind Bezeichneten. Für unsere visuelle Inspiration setzten wir uns mit unseren Mutterländern und ihren kulturellen Bekleidungen, Bräuchen und Künsten auseinander, schöpften daraus Text- und Bildmaterial, das ausschlaggebend für unsere farbliche Orientierung, Drapiertechniken und gezeichneten Prints war.

Das dritte Element unserer Arbeit rückte Webtechniken in den Vordergrund und animierte uns, über die Arbeit am Handwebstuhl hinauszudenken und eigene Techniken zu entwickeln.

Liliana Schneebeli - FH Bielefeld

Äyel - Mulher

Nachdem sich unsere Wege schon ein paar Mal zufällig gekreuzt hatten, fanden wir vor 5 Jahren bei der Organisation einer Ausstellung zusammen.

Seit dieser ersten Zusammenarbeit haben wir den restlichen Weg an der FH Bielefeld gemeinsam begangen, Projekte auf die Beine gestellt und Kollektionen kreiert.

Neben einem ähnlichen Verständnis für Ästhetik und einer übereinstimmenden Vorstellung von Mode und ihrer Welt, haben sich auch unsere privaten Interessen seit jeher überschnitten, so dass wir sowohl politisches Interesse als auch ehrenamtliches Engagement zusammen bestreiten konnten.

Eben diese politischen und gesellschaftlichen Themen, die uns im Privaten berühren, sind uns auch in Hinblick auf unsere Arbeit in der Mode wichtig. Zu den zentralen Themen unserer Masterkollektion ‚Äyel – Mulher‘ (kasachisch: Frau*; portugiesisch: Frau*) zählt daher die Auseinandersetzung mit sexistischen Strukturen im Kunst- und Modebereich.

Wir sind insbesondere auf Bewegungen, wie die der Guerilla Girls, und Texte, wie dem 1971 von der Kunsthistorikern Linda Nochlin veröffentlichten Essay "Why Have There Been No Great Women Artists", eingegangen.

Im Kontext der Mode rückte für uns der Mythos um das männliche Designergenie in den Fokus, den oftmals als Darling oder auch Wunderkind Bezeichneten. Für unsere visuelle Inspiration setzten wir uns mit unseren Mutterländern und ihren kulturellen Bekleidungen, Bräuchen und Künsten auseinander, schöpften daraus Text- und Bildmaterial, das ausschlaggebend für unsere farbliche Orientierung, Drapiertechniken und gezeichneten Prints war.

Das dritte Element unserer Arbeit rückte Webtechniken in den Vordergrund und animierte uns, über die Arbeit am Handwebstuhl hinauszudenken und eigene Techniken zu entwickeln.

Lisa Salomon - FH Bielefeld

DAILYFUNCTIONALFASHION

Ich heiße Lisa Salomon und bin 1994 in Bielefeld geboren.

Mein erstes Praktikum in der Mode absolvierte ich 2009 bei Annette Görtz. Für mich stand somit schon sehr früh fest, dass ich nach meinem Abitur Modedesign studieren wollte.

An Mode fasziniert mich besonders der Mensch, der hinter oder unter der Kleidung steckt. Mode, als für mich kommerziellste Form der Kunst, erzählt immer auch eine Geschichte über den Menschen, der sie trägt.

Die Frage „Warum tragen wir das, was wir tragen?“ beschäftigt mich maßgeblich in meiner Arbeit. Die Kriterien herauszuarbeiten, anhand derer wir unsere Kleidung auswählen, stellt für mich die wesentliche Grundlage von konzeptioneller Mode dar.

Alltagsfunktionskleidung zu schaffen, die diese Kriterien einbezieht, thematisiert meine im Januar 2019 an der FH Bielefeld veröffentlichte Bachelorarbeit.

Eine Ausstellung im Historischen Museum Bielefeld, eine Veröffentlichung in der Vogue Germany und die Nominierung für den German Design Award 2020 machte meine Arbeit so auch einem breiteren Publikum zugänglich.

Ich freue mich sehr, meine Arbeit nun im Rahmen der Neo.Fashion. 2020 zu zeigen. Derzeit arbeite ich im Kreativ-Styling der Simplicity Trade GmbH und habe das Masterstudium aufgenommen.

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Isabel Menke - FH Bielefeld

#FFFF00

Ich bin Isabel und habe im Sommersemester 2019 meinen Bachelor of Arts in Mode an der Fachhochschule Bielefeld absolviert.

Mittlerweile studiere ich dort im Masterstudiengang. Mich fasziniert an Mode, dass sie als eine Art visuelle Sprache funktioniert. Sie bietet mir die Möglichkeit, durch die Gestaltung von Bekleidung meine Haltung zu Themen, die ich wichtig finde, zu kommunizieren, sie sichtbar zu machen und neue Ausdrucksmöglichkeiten zu zeigen.

Mit diesem Potential von Mode setze ich mich im Rahmen meines Masterstudiums auseinander.

Margarete Geisler - HAW Hamburg

UNDER CONSTRUCTION

Hi, ich bin Margarete Lou Geisler und in Berlin geboren.

Im Juli 2019 schloss ich mein Modedesign-Studium in Hamburg an der HAW erfolgreich ab. Zuletzt beschäftigte ich mich mit der beruflichen Geschlechtersegregation.

In meiner kreativen Arbeit befasse ich mich meist mit einer politischen Kritik, die ich durch meine Kollektionen zum Ausdruck bringe. Als Designerin bin ich sehr interessiert daran, dass meine Kollektionen auf etwas aufmerksam machen.

Zurzeit arbeite ich daran, mein eigenes Label zu gründen. Die Mode, die für mein Label produziert wird, findet ihren Ursprung in den vorherigen Kollektionen, die ich im Laufe meines Studiums designt habe. Daher bin ich auch interessiert daran zu lernen, wie die Abläufe in einem etablierten Label vonstattengehen.

Catharina Holtgrave - HAW Hamburg

Verlanden

Ich bin Catharina Holtgrave und absolvierte im Frühjahr 2019 meinen Bachelor in Modedesign an der HAW Hamburg.

‚Verlanden‘ ist der Titel meiner Bachelorarbeit, in der ich mich mit der Beziehung zwischen eigener Identität und familiärer sowie geografischer Herkunft auseinandersetzte.

Mich bewegen vor allem persönliche Themen. Eine Neugier nach dem Innen treibt mich an. Dieses aufzudecken und greifbar zu machen, ist mein Ziel. Ich arbeite konzeptuell und bewege mich an der Schnittstelle zwischen Mode, Kostüm und Kunst.

Nach meiner Ausbildung zur Damenmaßschneiderin konnte ich 2013 praktische Erfahrungen in den Kostümwerkstätten der Wiener Staatsoper sowie 2017 in London bei Vivienne Westwood sammeln. Im Sommer 2019 erreichte ich mit meiner Bachelorarbeit das Finale des European Fashion Awards FASH.

Aktuell befinde ich mich im Masterstudium an der HAW Hamburg.

Sonja Hormann - HAW Hamburg

Disintegration

Mein Name ist Sonja.

2019 schloss ich mein Masterstudium an der HAW Hamburg ab. Schwerpunkt meiner Masterarbeit sind biomorphe Transformationen, um organische Formen zu erfinden, die mit dem Körper eine Einheit bilden. Dazu entwickelte ich verschiedene Hand- und Maschinen-Stricktechniken, Färbungen, Batiken und Drapagen.

Meine Arbeiten haben immer ein emotionales Kernthema, das mich beschäftigt, und unter anderem über die Formen, Farben und das Material transportiert wird. Sei es Menschlichkeit, Melancholie oder in der Masterarbeit: ‚Disintegration‘ – Auflösung.

Maximilian Lüers - HAW Hamburg

Die Unheimliche Frau

Mein Name ist Maximilian Lüers, ich bin 25 Jahre alt und Absolvent der HAW Hamburg.

Seit Oktober 2019 arbeite ich als Schnittmacher in Antwerpen. In meinen eigenen Arbeiten beschäftige ich mich mit Oberflächen und den sogenannten Oberflächlichkeiten der Mode.

Idealisierte Darstellungen von Weiblichkeit faszinieren mich und sind für mich stetige, visuelle Referenzquellen. Der Ausgangspunkt meines gestalterischen Prozesses ist jedoch immer das Material, mit welchem ich arbeiten oder welches ich entwickeln möchte.

Ich löse Materialien aus ihrem traditionellen Umfeld oder klassischem Einsatzbereich heraus. Funktionales wird in einen dekorativen Kontext erhoben und neu kontextualisiert, während das Material dabei kontinuierlich in seiner Kostbarkeit oder Wertlosigkeit hinterfragt wird.

Sarah Niederau - HAW Hamburg

Insight Out

Ich bin in Hamburg geboren, wo ich bis heute lebe.

Nach dem Abitur war ich einige Jahre in einer Medienagentur im Bereich Print-Produktion tätig. Gleichzeitig setzte ich meine schöpferischen Ideen in den Bereichen Fotografie, Musik und Malerei um.

Schon seit meiner Kindheit ist mir klar, dass ich einen kreativen Beruf ausüben muss. Dort wurzelt auch mein großes Interesse für Kleidung. Seit der Geburt meiner Tochter habe ich den Entwurf von Kleidung als künstlerisches Ausdrucksmittel für mich entdeckt.

Wir können unser Innerstes – im wahrsten Sinne des Wortes – nach außen tragen oder aber uns verstecken. Es ist ein Spiel zwischen dem Inneren und dem Äußeren. Das ist es, was mich an Mode fasziniert.

Mein Modedesign-Studium an der HAW Hamburg schloss ich im Sommer 2019 mit dem Bachelor ab. Im Anschluss begann ich, dort im Master zu studieren. Das Spannungsfeld zwischen Design und Kunst/Installation ist ein weiteres großes Interesse von mir.

Katharina Rasch - HAW Hamburg

61° 7′ S , 55° 11′ W

Ich bin Katharina.

Die Leidenschaft für Mode und Kreativität haben mich aus dem Psychologie-Studium ins Modedesign-Studium gedrängt. Geblieben ist die Begeisterung für die menschliche Psyche, für Geschichte, für Politik und den soziokulturellen Wandel. Dominante Bestandteile meiner Designkonzepte.

Mode fungiert in meiner Designarbeit als konzeptionelles Medium, Geschichten erzählen und Aufmerksamkeit generieren zu können.

Joséphine Sagna - HAW Hamburg

Painting Fashion

Ich bin Joséphine Sagna, ich bin 30 Jahre alt und ich bin ein Hybrid: Mein Herz schlägt für die Mode und die Malerei.

Während meines Modedesign-Studiums an der HAW Hamburg tobte ich mich in beiden Disziplinen aus und organisierte sowohl Modenschauen als auch Ausstellungen. Am Ende stand im Sommer 2019 meine Bachelor-Abschlussarbeit – und eine Idee: beide Kreativfelder miteinander zu verweben.

Die Kollektion zeigt mein Interesse an handwerklich und künstlerisch geprägter Designarbeit und den Willen, Geschlechtergrenzen zu überwinden. Beim kreativen Schaffen sind für mich einige Themen besonders wichtig: Weiblichkeit, Geschlechterrollen, Zerrissenheit und die doppelte Identität der ‚Person of Colour‘.

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Charlotte Strindberg - HAW Hamburg

Lilith 2.0

Mode ist für mich Lebensfreude und der Ausdruck dessen, wie wir Menschen uns selbst sehen, aber auch wie wir gesehen werden wollen.

Die Freude am Leben in meinem Mutterland Norwegen ist auch etwas, das mich und meine Arbeit prägt. Das Glück der kleinen Dinge, die Verbundenheit zur Natur und die Offenheit der Menschen ist vielleicht auch das, was die skandinavische Zufriedenheit ausmacht.

Ich habe erst mit 31 Jahren angefangen zu studieren. Das Bedürfnis zu gestalten hat mich aus meinem sicheren Job ins bunte Leben gezogen. Mein Weg zum Modedesign-Studium war lang und gezeichnet von Umwegen, und so schätze ich mich besonders glücklich, dass ich sogar ohne Abitur an einer staatlichen Hochschule studieren konnte.

Um einen Eindruck von der Realität und den Abläufen zu bekommen, bin ich gerade im Praktikum bei einem kleinen Hamburger Label. Ob ich den Master noch mache, ist für mich noch offen.

Geboren bin ich 1984 in Hamburg und gerne geblieben.

Céline van de Loo - HAW Hamburg

Die Bedeutung des Objekts. Eine Sammlung

Ich bin Céline van de Loo, geboren 1997 in Geldern am Niederrhein.

Im Sommer 2019 absolvierte ich meinen Bachelor in Modedesign an der HAW Hamburg. In meiner Arbeit benutze ich oft gebrauchte Kleidungsstücke als Vorlage und Reflexion über Mode.

Mich interessiert, wie Kleidung getragen wird und welchen Zweck und welche Bedeutung sie für ihre Träger erfüllt. Es geht mir neben den gesellschaftlichen Vorstellungen in Bezug auf Kleidung immer auch um einzelne, persönliche Geschichten. Hier finde ich es besonders spannend, was durch das Medium Kleidung kommuniziert wird, und welche Botschaften eventuell auch im Verborgenen bleiben.

In meiner Bachelorarbeit ‚Die Bedeutung des Objekts. Eine Sammlung‘ beschäftigte ich mich schließlich mit besonders sentimental behafteten Kleidungsstücken und der Praxis des Sammelns.

Max Lahrmann - HS Hannover

x/10

Kurz und knackig... Ich heiß’ Max! Ich bin 25 Jahre alt und komme aus Damme. Für einen neuen Job hat’s mich jedoch grad nach Hamburg verschlagen.

Studiert habe ich an der Hochschule in Hannover, bin dann aber ziemlich fix nach Süddeutschland zu Hugo Boss, ins Designteam von Boss Menswear Casual. Nach meinem Praxissemester dort hatte ich das große Glück, meine Bachelor-Kollektion in Kooperation mit Hugo Boss entwickeln zu dürfen.Entstanden ist dabei die Capsule Kollektion x/10 – eine zukunftsorientierte Neuinterpretation der für mich 10 wichtigsten Basic-Kleidungsstücke aus der Menswear.

Mir war es dabei immer wichtig, dass die Outfits im Alltag tragbar sind, funktionieren und durch ihre Einfachheit bestechen. Denn weniger ist meistens mehr.

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Svea Behrens - HS Hannover

RAZZZLE DAZZLE

Mein Name ist Svea Behrens und ich wurde 1995 in Hannover geboren. In der dritten Generation wird in meiner Familie das Schneiderhandwerk ausgeübt und so wurde ich an der Nähmaschine groß.

Nach meiner Ausbildung zur Assistentin für Mode und Design an der Anna-Siemsen-Schule studierte ich Modedesign. In meinem Praxissemester bei Tiedeken in Berlin konnte ich einen umfangreichen Einblick in die Modebranche gewinnen.

Im Sommer 2019 erwarb ich an der Hochschule Hannover den Bachelor im Fachbereich Modedesign. In meiner Abschlusskollektion ‚RAZZZLE DAZZLE‘ beschäftigte ich mich mit der Entwicklung eigener Prints und der Unisex-Mode.

Zurzeit absolviere ich das Master-Studium ‚Medien und Design‘ in Hannover. Anschließend möchte ich bei etablierten Unternehmen Erfahrungen sammeln.

Claudia Bumb - HS Hannover

Under Water Over Flow

Ich bin Designerin und Material–Researcher, mit dem Fokus auf zirkuläres Design.

Derzeitig wohnhaft in Bozen, absolviere ich den Master-Abschluss in Eco-Social Design an der Freien Universität Bozen, wo ich mich mit biobasierten Materialien aus unterschiedlichen Produktbereichen und deren Potenzialen für zukünftige Anwendungen beschäftige.

Während meines Bachelor-Studiums als Modedesignerin an der FH Hannover konzentrierte ich mich im Rahmen des Forschungsprojektes USE-LESS auf nachhaltige Textilien und Designstrategien.

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Christiane Gawlik - HS Hannover

Reckless-Abandon

Im Februar 2018 schloss ich an der Fachhochschule Hannover meine Bachelor-Thesis mit einer funktionellen Streetstyle-Kollektion ab.

Während meines Studiums absolvierte ich ein 6-monatiges Praktikum bei der adidas AG im Bereich Sport Performance. Nach dem Studium folgte ein 6-monatiges Praktikum bei der Firma Salewa, bei der ich für die Outlet-Kollektionen und Grafikarbeiten für Marketingprojekte zuständig war.

Aktuell bin ich als Werkstattleitung bei der Firma Globetrotter im Store in Hannover tätig.

Fiona Gutschke - HS Hannover

Blaue Stunde

Ich bin Fiona Gutschke, in Hannover geboren und lebe auch aktuell dort.

Mein Schwerpunkt als Designerin liegt auf der nachhaltigen und sozialen Gestaltung von Mode und Prozessen. Während meines Bachelor-Studiums an der Hochschule Hannover fokussierte ich mich auf das Erproben nachhaltiger Designstrategien, insbesondere der Zero-Waste-Schnitttechnik und dem zirkulären Design. Darüber hinaus strebe ich die Betrachtung und Gestaltung des gesamten Lebenszyklus an.

Während meines Austauschsemesters in Indien am National Institute of Design und meines anschließenden Praktikums bei einem Modeunternehmen vor Ort konnte ich vielfältige Einblicke in die Produktion und auch in die damit verbundenen Probleme gewinnen. Der Umgang mit traditionellen Kleidungsstücken und der beispiellose Zero-Waste-Charakter des Saris inspirierten und faszinierten mich ebenso wie die lange Tradition der Indigo-Färberei.

Diese Eindrücke sind in das Konzept meiner Bachelor-Kollektion ‚Blaue Stunde‘ stark mit eingeflossen. Im Rahmen meiner Arbeit wurden zunehmend auch soziologische und gesellschaftliche Fragen laut. Diese Betrachtungen haben mich seitdem fasziniert und ein sehr komplexes Feld geöffnet.

In meinem derzeitigen Master-Studium an der HbK Braunschweig gehe ich diesen Fragen nun nach und möchte mein praktisches Know-How mit der wissenschaftlichen Theorie verknüpfen.

Annika Jasmer - HS Hannover

brennum allt

Ich bin Annika, 1994 in Celle geboren. Meine Leidenschaft für Kreativität, sowie das Bewusstsein, etwas Gutes für Mensch und Natur tun zu wollen, sind schon lange ein wichtiger Teil meines Lebens.

Im Juli 2018 konnte ich mit meinem Abschluss in Modedesign an der Hochschule Hannover mein erstes großes Ziel erreichen. In meiner Bachelor-Kollektion thematisierte ich die umweltbelastenden und sozialen Problematiken der Modebranche und wurde beim Modepreis Hannover für das beste nachhaltige Konzept ausgezeichnet.

Für ein halbes Jahr sammelte ich Erfahrungen als Junior Designerin und bin nun seit März 2019 im Masterstudiengang ‚Multichannel Trade Management in Textile Business‘ an der HAW Hamburg eingeschrieben. Mein langfristiges Ziel ist es, dazu beizutragen, dass die Modebranche in Zukunft fairer, nachhaltiger und umweltfreundlicher handelt.

Jingjing Qi - HS Hannover

Das O

2014 schloss ich das Modedesign-Studium an der Hochschule Hannover ab. Mit meiner BA-Kollektion gewann ich sowohl den Modepreis Hannover 2014 als auch den Woolmark-Preis für das beste Outfit aus Wolle.

Nach ein paar Jahren Arbeitserfahrung in der Modeindustrie begann ich 2016 das Master-Studium an der Hochschule Hannover mit dem Schwerpunkt auf nachhaltige Mode. Während des Studiums gründete ich das Label ‚boochen‘ als Startup-Label und zeigte zum Abschluss meine nachhaltige Surf- und Badekollektion.

Basierend auf der Master-Kollektion ist seit 2018 das Label ‚boochen eco-conscious surfwear‘ auf dem Markt. Das Label ist in meinem Online-Shop und international auf verschiedenen Plattformen erhältlich.

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Patrick Rizzo - HS Hannover

A COLOUR

Noch nie haben wir so zu spüren bekommen, dass Geschichte zirkulär ist. Die Rechten erstarken und finden Zulauf wie nie zuvor. Nationale Interessen stehen wieder über den gemeinschaftlichen. Ängste vor dem Fremden werden geschürt und fruchten in unseren immer noch stark rassistisch geprägten Köpfen.

Meine Bachelor-Kollektion ‚A Colour‘ hinterfragt das weiße Privileg kritisch und zeigt postkoloniale Strukturen in unserer vermeintlich zivilisierten und fortschrittlichen Gesellschaft auf, um eine tiefergehende Auseinandersetzung mit rassistischen Strukturen in unserer Gegenwart und Geschichte anzuregen.

Mein Projekt steht für radikale Empathie anstelle von Abgrenzung, gelebte Offenheit anstelle von auf Vorurteilen basierter Diskriminierung und Kriminalisierung. Umgesetzt und gedacht als ein trojanisches Pferd, getarnt unter zugänglichem Design in gedeckten Farben mit Schleppen, Volants und Rüschen regen subtile Ton-in-Ton Stickereien mit provokantem Inhalt den Betrachter zum Nachdenken an. Eine abstrakte Formsprache, die sich um Begriffe wie Raum, Ballast und Gewalt dreht, trägt den Kollektionsgedanken.

Systemkritik ist der Puls dieser Arbeit und beschränkt sich nicht nur auf Identitätspolitik. Daher wurde die Kollektion komplett naturbelassen und kompostierbar produziert, um auch ein Bewusstsein für die globale Problematik vom Fehlen des ökologischen Kreislaufs zu schaffen.

Damit wird der Bogen zu einer Menschheit geschlagen, die immer weiter den Bezug zur Natur und ihren gemeinsamen Wurzeln verliert.

André Rosenberg - HS Hannover

"&RE"

Ich erkannte mein brennendes Interesse an Herrenwäsche während meines Studiums an der Hochschule Hannover.

Den altbackenen, weißen Baumwoll-Slip werden in Zukunft viele Männer links liegen lassen, denn meine Entwürfe bestechen durch ihre Ästhetik und Vielfältigkeit. Die Kollektion, die ich 2020 auf der Neo.Fashion. Show präsentiere, wurde bereits mit zwei Publikumspreisen ausgezeichnet.

Es war einmal vor nicht allzu langer Zeit

ein kleiner Junge, entbunden im Januar, wenn es schneit.

Behütet aufgewachsen auf dem Land

wusste er genau, es galt zu löschen einen inneren Brand.

Als Wassermann geboren

fühlte er sich zu Größerem auserkoren.

Hinaus in die große Welt,

in der man von seinen Träumen und Wünschen noch was hält.

Überrascht vom eigenen Tun und Wagen

kann ich mit Gewissheit sagen:

»Still waters run deep.«

Sanas Ebrahimi-Kajlar - HS Reutlingen

INSOMNIA

Aufgewachsen in Teheran und am Fuße der Schwäbischen Alb, imaginierte ich in vielen schlaflosen Nächten eine Mode, die Experimentelles mit Klassischem verbindet.

Mein Modestudium absolvierte ich in den erstklassig ausgestatteten Werkstätten der Hochschule Reutlingen. Hier habe ich mir die experimentelle Schnitt- und Textilentwicklung in Verbindung mit hochwertiger Verarbeitung erarbeitet. Dabei interessieren mich Prozesse, die sich zwischen Unberechenbarkeit und handwerklicher Präzision bewegen und daraus neue visuelle Ästhetiken generieren.

So behandelte ich in meiner Bachelor-Kollektion INSOMNIA transparente Folie in unzähligen Schichten mit Siebdruck, Acryl und Spachtel, um eine flirrende Textur zu erzielen. Diese aufwändigen Prozesse der Farbbeschichtung, Trocknung und Fixierung gehören für mich zur Entwicklung meiner Kollektionen.

Charlotte Maria Helm - HS Reutlingen

Classique

Mit sechzehn Jahren begann ich meine Ausbildung zur Modedesignerin und Maßschneiderin an der Modeschule in Metzingen in Kombination mit der Fachhochschulreife.

An der Hochschule Reutlingen vertiefte ich meine Kenntnisse und Fertigkeiten im Studiengang Modedesign. Hier beschäftigte ich mich umfangreich mit der Materie der Entwurfsentwicklung und Schnittgestaltung.

Besonders entwickelte ich mich in der Darstellung und den Herangehensweisen meiner Projektthemen, zum Beispiel in Portfolios und Kolloquien. Meine schnitttechnische Gestaltung konnte ich im Studium stärker entfalten. In den Drapier-Workshops entwickelte ich eine Leidenschaft zum Drapieren und Experimentieren.

Meine Bachelor-Kollektion CLASSIQUE bringt die hier erworbenen Fähigkeiten auf den Punkt. In präzisen Schnittkonstruktionen habe ich klassisch-elegante Outfits entwickelt, die durch eine spielerische Mischung von gesellschaftlich empfundenen maskulinen und femininen Elementen von Männern und Frauen getragen werden können.

Annika Klaas & Madeleine Mesam - HS Reutlingen

A BIGGER COLOUR

Als Duo begeistern uns kräftige Farben und organische Formen. Deren Verflechtung ergründen wir als Potential für eine ganzheitliche und zukunftsfähige Herangehensweise. Wir zelebrieren das Alltägliche und Unbeachtete und stellen es übergroß und in unterschiedlichen Materialien und Techniken mit starken Kontrasten dar.

Die Arbeit in unseren jeweiligen Schwerpunkten – Strickdesign für Annika und Künstlerische Konzeption für Madeleine – verbindet uns seit dem Studium an der Hochschule Reutlingen in kollaborativen Prozessen. Das formale und technische Potential, das die Stricktechnik in sich birgt, ermöglicht Annika, neue Designs mit einem feinsinnigen Zusammenspiel zwischen Farben und Strukturen umzusetzen.

Diese Synthese intensiviert Madeleine in ihrer Verschmelzung von Malerei, Druck und Mode. Unsere gemeinsame Faszination für Farben und Formen zeigt sich in unserer Kollektion A BIGGER COLOUR - Komisch organischer Mischmasch – Eine Collage.

Mehr Infos zu Annika Klaas...

Madeleine Mesam & Annika Klaas - HS Reutlingen

A BIGGER COLOUR

Als Duo begeistern uns kräftige Farben und organische Formen. Deren Verflechtung ergründen wir als Potential für eine ganzheitliche und zukunftsfähige Herangehensweise. Wir zelebrieren das Alltägliche und Unbeachtete und stellen es übergroß und in unterschiedlichen Materialien und Techniken mit starken Kontrasten dar.

Die Arbeit in unseren jeweiligen Schwerpunkten – Strickdesign für Annika und Künstlerische Konzeption für Madeleine – verbindet uns seit dem Studium an der Hochschule Reutlingen in kollaborativen Prozessen. Das formale und technische Potential, das die Stricktechnik in sich birgt, ermöglicht Annika, neue Designs mit einem feinsinnigen Zusammenspiel zwischen Farben und Strukturen umzusetzen.

Diese Synthese intensiviert Madeleine in ihrer Verschmelzung von Malerei, Druck und Mode. Unsere gemeinsame Faszination für Farben und Formen zeigt sich in unserer Kollektion A BIGGER COLOUR - Komisch organischer Mischmasch – Eine Collage.

Meri Mamaladze - HS Reutlingen

Ode to Odd

Laut Alexander McQueen ist Mode ein Eskapismus und kein Freiheitsentzug.

Warum ich ihn zitiere? Aufgewachsen bei meiner Großmutter, einer Schneiderin, traf ich täglich neue Kund*innen in ihrem Atelier. Alle gut gekleidet. Korrekt angezogen, so dass sie nichts von sich offenbaren. Über die Kleidungsstücke wusste ich alles, über sie nichts. Ich verstand, dass korrekte Ästhetik nicht alles sein kann.

Später absolvierte ich mein Studium an der Akademie der Künste im georgischen Tiflis. Danach wendete ich mich im Modestudium an der Hochschule Reutlingen meiner Vision von ‘Performance Art to go’ zu.

Ausgehend von bizarren und seltsamen menschlichen Eigenheiten, in denen wir manchmal gefangen sind, entwarf ich in meiner Bachelor-Kollektion ODE TO ODD opulent-exzentrische Outfits, die die Bewegungsfreiheit einschränken. So setze ich Unsicherheit, Angst und Unberechenbarkeit als sinnlichen Albtraum in Szene.

Darf ich mich übrigens vorstellen – ich bin Meri Mamaladze. (Dramatischer Abgang.)

Charlotte Schwarzer - HS Reutlingen

Be Water

Mir ist die visuelle Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und politischen Themen wichtig. Ohne zu werten, analysiere ich zeitgeschichtliche Situationen und ihre Erscheinungsbilder, um sie dann in die Sprache der Mode zu überführen.

Sei es in Material, Form oder Symbolik – all meine Arbeiten speisen sich aus einer Aufmerksamkeit für Kontraste. In fließenden Stoffen, Gummimatten für Bodenbeläge und mit Kunstharz beschichteten Aluminiumfolien vereine ich Gegenwart und Zukunftsszenarien. Ich liebe die Herausforderung, wirklich unterschiedliche Dinge so einzusetzen, dass sie einen Zugang zueinander finden.

In meiner Bachelor-Kollektion BE WATER nehme ich die Ästhetiken der Proteste in Hong Kong 2019 auf und polarisiere Schutz und Transparenz durch Abschirmung und Offenlegung dessen, was nicht gezeigt werden möchte. Kontrolle, Überwachung und Identität sind die zentralen Schlagwörter meiner Kollektion mit ihrem radikalen, düster-futuristischen Charakter.

Naomé Tamaz - HS Reutlingen

CANVAS

Meine Konzepte verweben scheinbar gegensätzliche Dinge in ein (un-)gewisses Etwas.

Sie erschaffen sich im künstlerischen Prozess durch die Möglichkeiten und Einschränkungen, die die Materialien eröffnen. In meiner Bachelor-Kollektion CANVAS inszenierte ich einen stillen Monolog textiler Schleier – ein Spiel mit der Symbolkraft von Materialien.

So griff ich in der Materialherstellung durch Strickverfahren zufällig Entstandenes und Fehler auf. Für mich ist es essentiell, die analoge Fotografie in meine Gestaltungsprozesse einzubeziehen. In CANVAS habe ich meine 35mm-Fotografien von alten Textilien auf die neuen Textilien meiner Kollektion belichtet.

Dafür beschichtete ich die Stoffe mit einer Foto-Emulsion, auf die in der Dunkelkammer Schwarz-Weiß-Aufnahmen ausbelichtet wurden. In den verschiedenen Ebenen der Inspirationen wie der Materialherstellung oszilliert die Kollektion zwischen dem Verhüllen und Enthüllen, dem Verstecken und Entblößen.